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Deutschland-Achter verpasst direkten WM-Finaleinzug
Der Deutschland-Achter hat einen Rückschlag im Kampf um das Ticket für die Olympischen Spiele 2024 in Paris kassiert. Bei der Ruder-WM in Belgrad musste sich das deutsche Paradeboot im vermeintlich leichteren der beiden Vorläufe deutlich abgeschlagen mit dem dritten Platz hinter Australien sowie den USA begnügen und verpasste damit den direkten Einzug ins Finale. Am Freitag geht es für den Achter in den Hoffnungslauf.
Vom Start weg dominierten die Australier und US-Amerikaner das Rennen, die Crew um Schlagmann Mattes Schönherr, die im Vorjahr nicht den Sprung ins Finale geschafft hatte, konnte nur mit Mühe folgen. Im Duell mit Italien behauptete das nach Olympia-Silber in Tokio stark verjüngte Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) zumindest Rang drei. Im zweiten Vorlauf gewann Titelverteidiger Großbritannien souverän vor dem Boot aus den Niederlanden.
Nur die fünf bestplatzierten Achter bei der WM sichern sich das Ticket für die Sommerspiele, die restlichen Nationen müssen im Mai 2024 in der kniffligen Nachqualifikation um die beiden letzten Plätze kämpfen. Nach dem von Mythen umringten Gold des "Ratzeburg-Achters" 1960 in Rom misslang die Olympia-Qualifikation nur 1984 und 2000.
Von den restlichen DRV-Booten in den zwölf olympischen Klassen überzeugten am Dienstag nur der Männer-Doppelvierer und der Vierer ohne Steuerfrau, beide Teams erreichten das Halbfinale. Der Zweier ohne Steuerfrau, der leichte Frauen-Doppelzweier und der Vierer ohne Steuermann verpassten dagegen das Halbfinale und besitzen in Belgrad keine Chance mehr auf die Olympia-Tickets.
Der DRV hofft darauf, mit sechs bis sieben Booten die Qualifikation für Paris zu schaffen. Um Medaillen in den olympischen Klassen geht es ab Samstag. Titelverteidiger und Gold-Hoffnung Oliver Zeidler ist im Einer wieder am Mittwoch im Viertelfinale gefordert.
M.King--AT