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Rekordsieg in Monza: Verstappen zerstört Ferrari-Traum
Max Verstappen kennt weiter kein Erbarmen. Der Weltmeister gewann in einem Windschatten-Krimi auch den Großen Preis von Italien und hat mit seinem zehnten Sieg in Folge ein weiteres Kapitel Formel-1-Geschichte geschrieben. Beim emotionalen Heimrennen von Ferrari machte Verstappen die Sieg-Hoffnungen der Tifosi zunichte und verwies seinen Teamkollegen Sergio Perez und den beherzt kämpfenden Scuderia-Piloten Carlos Sainz auf die Plätze zwei und drei.
Damit bleibt auch das Red-Bull-Team in diesem Jahr unbesiegt - "nur" noch acht Erfolge, und die erste perfekte Saison eines Rennstalls in 74 Jahren Formel 1 wäre Realität. Schon sehr viel früher dürfte Verstappen seinen dritten WM-Titel perfekt machen, durch seinen zwölften Sieg im 14. Rennen baute der 25-Jährige seinen Vorsprung auf den Mexikaner Perez auf 145 Punkte aus. Nico Hülkenberg kam im Haas auf Rang 17 ins Ziel und verfehlte zum sechsten Mal in Folge die Punkteränge.
Ferrari war zumindest so nah an einem Sieg dran wie zuletzt am 10. Juli 2022, als Leclerc den Großen Preis von Österreich gewann. Der fast schon kitschige Heimsieg praktisch aus dem Nichts blieb der Scuderia aber verwehrt.
Zehn Siege in Folge waren in der Königsklasse vor Verstappen niemandem gelungen, erst in der vergangenen Woche stellte er bei seinem Heimrennen in Zandvoort die Marke von Sebastian Vettel (neun Siege/2013) ein.
"Ich hätte nie gedacht, dass ich neunmal in Folge gewinnen würde. Aber ja, jetzt, wo wir hier sind, versuche ich natürlich zehnmal zu gewinnen", sagte Verstappen vor dem Grand Prix. Aber eigentlich, führte er aus, "geht es mehr darum, dass ich einfach nur gewinnen will. Es geht nicht um die Zahl 10 in meinem Kopf."
Ein Motorschaden am AlphaTauri von Yuki Tsunoda sorgte für einen Startabbruch, mit 20-minütiger Verzögerung ging es sehr diszipliniert los, Sainz blieb unter dem Jubel der Tifosi vor Verstappen. Und der 29-jährige Spanier verteidigte seinen Platz an der Spitze wie ein Löwe gegen den Weltmeister, der sich auf den langen Geraden immer wieder an ihn heransaugte.
Die Ferrari seien "verdammt schnell auf der Gerade", funkte Verstappen nach zehn Runden schon halbwegs frustriert. Der Niederländer hielt den Druck aber hoch, in der 15. Runde verbremste sich Sainz vor der ersten Schikane, Verstappen nutzte seinen Geschwindigkeitsüberschuss zu einem Überholmanöver vor dem nächsten Bremspunkt.
Ferrari suchte nun sein Heil in der Strategie, doch auch der etwas frühere Boxenstopp von Sainz bescherte den Roten keine Rückkehr mehr an die Spitze. Im Gegenteil: Auch Charles Leclerc im zweiten Ferrari musste 20 Runden vor Rennende Verstappens Teamkollegen Sergio Perez den dritten Platz überlassen. Später kassierte der Mexikaner noch Sainz. Anschließend duellierten sich die Ferrari-Piloten bis aufs Messer um den letzten Platz auf dem Treppchen.
A.Taylor--AT