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Furiose Mainzer vergrößern Bochums Abstiegssorgen
Der FSV Mainz 05 hat den Absturz in den Tabellenkeller eindrucksvoll verhindert und die Abstiegssorgen des VfL Bochum vergrößert. Mit einem Blitztor, attraktivem Angriffsfußball und einem überragenden Karim Onisiwo führten die Rheinhessen die lange erschreckend schwache Mannschaft von Trainer Thomas Letsch beim verdienten 5:2 (3:0) phasenweise vor und bauten ihren Vorsprung auf die Gefahrenzone auf sieben Punkte aus.
Jae-Sung Lee (1.) bescherte Mainz einen Traumstart, Silvan Widmer (17.) und der bärenstarke Onisiwo (28./57./87.) legten nach und belohnten das Team von Bo Svensson für einen lange furiosen Auftritt. Zudem endete die Negativserie von sechs Bundesliga-Partien ohne Sieg.
Pierre Kunde Malong (70.) und Erhan Masovic (72.) verkürzten zwar noch einmal, Letschs Elf wachte jedoch zu spät auf. Für die Bochumer verschärfte sich die Lage nach den jüngsten Erfolgen wieder, es war bereits die neunte Niederlage im zehnten Auswärtsspiel.
Letsch wollte Mainz "zu einem direkten Konkurrenten" im Tabellenkeller machen. Dafür wechselte der VfL-Trainer viermal im Vergleich zur Niederlage in Leverkusen (0:2). Bei den Rheinhessen feierte Angreifer Ludovic Ajorque sein Startelf-Debüt.
"Es wird schwer, es wird intensiv, es wird eng", hatte Svensson angekündigt - doch damit sollte er nur teilweise richtig liegen. Nicht einmal eine Minute war gespielt, da nutzte Lee wie schon gegen Borussia Dortmund (1:2) unter der Woche aus kurzer Distanz den ersten Torschuss zur Führung.
Die Mainzer, die zuletzt im Oktober gegen den 1. FC Köln (5:0)gewonnen hatten, drückten weiter, die überfallartigen Angriffe ließen Bochum keine Zeit zum Durchatmen. Als der VfL etwas besser in die Partie fand, erhöhte Widmer. Die Vorarbeit hatte Onisiwo geliefert, der beim dritten Treffer von einem krassen Patzer des Bochumers Danilo Soares profitierte.
Einen harmlosen Freistoß von Kevin Stöger (20.), dazu viele Fehler und keine Leidenschaft: Das war alles von den Bochumern, die sich in die Pause retteten - und Glück hatten, dass Onisiwo frei vor VfL-Torhüter Manuel Riemann scheiterte (30.).
Letsch durfte keineswegs zufrieden sein, zur zweiten Halbzeit brachte er vier frische Spieler. Am Spielverlauf änderte das jedoch zunächst nichts. Mainz behielt die Kontrolle und ließ immer wieder große Spielfreude aufblitzen. Immer mittendrin: Onisiwo. Nach starker Vorarbeit von Barreiro erhöhte der Österreicher.
Erst in der Schlussphase nahm Bochum plötzlich am Spiel teil und schöpfte durch die Treffer von Kunde Malong und Masovic etwas Hoffnung. Doch erneut hatte Onisiwo die passende Antwort.
Ch.Campbell--AT