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Bas fordert Abgeordnete zu besserem Umgang im Bundestag auf
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat an die Abgeordneten appelliert, sich bei den Debatten im Parlament zu mäßigen. "Seit 2017 hat sich der Ton deutlich verändert", sagte die SPD-Politikerin am Freitag dem Nachrichtenportal t-online. Dafür sei nicht allein die AfD verantwortlich: "Es haben sich alle Fraktionen gegenseitig hochgeschaukelt. Alle sollten endlich aufhören, sich gegenseitig zu beschimpfen."
Bei den Bürgerinnen und Bürgern komme der scharfe Ton nicht gut an, sagte Bas. "Ich bekomme oft Zuschriften, in denen sie mir schreiben: Frau Bas, das ist ja wie im Kindergarten! Viele sehen einen schärferen Ton eben nicht als lebendige Debatte, sondern als persönliche Angriffe", sagte Bas.
Sie selbst finde eine inhaltlich harte Auseinandersetzung in Ordnung. "Aber ich möchte nicht, dass es Hitlisten gibt, wer wen am meisten angegriffen hat und sich Abgeordnete dafür feiern, dass sie die meisten Ordnungsrufe kassiert haben."
Zudem setzt sich die Bundestagspräsidentin für eine klarere Sprache ein: "Mein Ziel ist, dass die Leute, die uns zuhören, uns auch verstehen. Meine eigenen Reden halte ich deshalb immer so, dass sie verständlich sind."
Ihr selbst helfe im Umgang mit anderen auch ihre Herkunft, sagte die Duisburgerin: "Im Ruhrgebiet redet man sehr offen und direkt, es wird auch schon mal laut. Oder wie man in meiner Heimat sagt: Ich pöbele auch schon mal zurück." So komme es bei Bürgergesprächen auch vor, "dass jemand ganz aufgeregt vor mir steht – und ich dann sage: Du brauchst mich nicht anzuschreien, wir können auch normal reden."
W.Moreno--AT