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Proteste in USA gegen Trump-Regierung bei Kundgebungen zum 1. Mai
In den USA haben bei Kundgebungen zum 1. Mai tausende Menschen gegen die Regierung von US-Präsident protestiert. Die Proteste wurden von einem losen Netzwerk linksgerichteter Aktivistengruppen organisiert, die nach eigenen Angaben Kundgebungen an mehr als tausend Orten abhielten. Demnach versammelten sich Hunderte bis Tausende Demonstranten in Metropolen wie New York, Chicago und Los Angeles. Auch in zahlreichen kleineren Städten gingen demnach Menschen auf die Straße.
Der Gewerkschafter Shane Riddle beteiligte sich an einem Protest vor dem Weißen Haus in Washington. Der 54-Jährige befürchte, dass sich die Vereinigten Staaten "in eine autoritäre Regierungsform verwandeln könnten, wenn sich unsere Bürger nicht gegen diesen Präsidenten und seine milliardenschweren Verbündeten wehren", sagte er der Nachrichtenagentur AFP.
In Houston im Bundesstaat Texas prangerte der Aktivist Bernard Sampson die beschleunigte Abschiebung von Einwanderern ohne Papiere durch die Regierung an. Er verteidigte die Migranten als Menschen, die "in euren Restaurants arbeiten oder eure Häuser bauen".
Die 22-jährige Studentin Izabela Cabrera kritisierte angesichts der Herausforderungen im Land die aus ihrer Sicht fehlende Stimme der oppositionellen Demokraten. "Das amerikanische Volk ist eindeutig wütend, und wir versuchen eindeutig, für Veränderungen zu kämpfen", sagte sie der AFP in Washington. Sie glaube aber nicht, "dass die Demokratische Partei das im Moment wirklich aufgreift". Sie habe das Gefühl, dass sie von der Partei "überhaupt nichts" höre.
Eine von dem größten US-Gewerkschaftsverband AFL-CIO organisierte Kundgebung in Philadelphia wurde von dem linksdemokratischen Senator Bernie Sanders angeführt. Sanders, selbsterklärter Sozialist und unabhängiger Senator von Vermont, reist seit zwei Monaten unter dem Motto "Kampf der Oligarchie" durchs Land.
Bei der Kundgebung unter dem Motto "Für die Arbeiter, nicht für die Milliardäre" kritisierte Sanders insbesondere Trump-Berater Elon Musk. "Heute besitzt ein Mann in Amerika, Elon Musk, mehr Vermögen als die untersten 52 Prozent der amerikanischen Haushalte", rief er den Protestteilnehmern zu.
Trump hatte nach seinem Amtsantritt den mit ihm verbündeten Tech-Multimilliardär Elon Musk mit drastischen Kürzungen im Staatsapparat beauftragt. Darüber hinaus ist Trumps Vorgehen gegen irreguläre Migranten hochumstritten, ebenso wie seine aggressive Zollpolitik. Kritiker werfen dem Rechtspopulisten zudem vor, die Demokratie und den Rechtsstaat auszuhöhlen.
M.White--AT