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US-Armee will am Montagnachmittag mit Blockade der Straße von Hormus beginnen
Die US-Armee beginnt eigenen Angaben zufolge am Montagnachmittag mit ihrer Blockade der Straße von Hormus. Ab 16.00 Uhr MESZ werde allen Schiffen die Passage untersagt werden, "die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder von dort auslaufen", erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X.
Die US-Marine werde "die Freiheit der Schifffahrt für Schiffe, die die Straße von Hormus von und zu nicht-iranischen Häfen durchqueren, nicht beeinträchtigen", teilte Centcom weiter mit. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in seinem Onlinedienst Truth Social erklärt, die US-Streitkräfte würden "mit sofortiger Wirkung damit beginnen, alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen".
Die Ankündigung der Blockade durch Trump erfolgte nach dem Scheitern von direkten Verhandlungen mit Teheran. Als Grund nannte der US-Präsident Teherans Weigerung, beim Atomprogramm Zugeständnisse zu machen.
Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Seit einigen Tagen gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Erste direkte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über eine endgültiges Ende der Kämpfe fanden am Samstag in Pakistan statt, sie scheiterten aber. US-Vizepräsident JD Vance sagte, es seien gute Gespräche gewesen, es habe jedoch keine Einigung gegeben. Knackpunkt war laut Vance Teherans fehlende Zusage für einen Verzicht auf Atomwaffen.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte nun, die beiden Seiten seien "nur wenige Zentimeter" von einer Einigung entfernt gewesen. Teheran sei "in gutem Glauben" in die Verhandlungen mit Washington getreten, schrieb der iranische Chefdiplomat im Onlinedienst X. Kurz vor einer Einigung sei die iranische Seite jedoch auf "Kompromisslosigkeit, wechselnde Forderungen und Blockadehaltung" gestoßen.
Seit Beginn des Iran-Krieges ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Nur iranische Schiffe oder vom Iran genehmigte Schiffe, die teilweise Geld zahlten, durften die Meerenge passieren. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen weltweit die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
M.White--AT