-
Barca-Trainer Flick bricht Interview ab: "Keine Meinung?"
-
Beschwerde gegen Mietpreisbremse scheitert vor Bundesverfassungsgericht
-
"Lernt Basketball": Howard Carpendale sieht in Musik keine Zukunft mehr wegen KI
-
DIHK-Unternehmensumfrage: Konjunktur kommt auch 2026 nicht vom Fleck
-
Teurere Nahrungsmittel verstärken Anstieg der Verbraucherpreise zu Jahresbeginn
-
Warken hält Gesundheitsabgabe auf Kapitaleinkünfte für "nicht zielführend"
-
Analyse: 2025 rund 124.000 Jobs in Deutschlands Industrieunternehmen gestrichen
-
Vonn zurück in den USA: "Fühlt sich großartig an"
-
Trump will "bald" über Waffenlieferungen an Taiwan entscheiden
-
Flucht Richtung Wald: McGrath nach Slalom-Drama untröstlich
-
Hanfmann in Rio weiter, nächstes Aus für Altmaier
-
BVB: Kovac als Tüftler gefragt
-
Trump hält US-Militäreinsatz gegen kubanische Regierung für nicht notwendig
-
Hüttel nach Abbruch "richtig, richtig sauer"
-
"Verlorenes Gold": Nolte trauert verpasster Chance hinterher
-
Nach Bronze im Paarlauf: Hase/Volodin lassen Zukunft offen
-
Trump drängt Ukraine zu baldiger Einigung mit Russland
-
Kinderzahnpasta im Test: Drei Produkte mit Bestnoten gleichzeitig günstig
-
Social-Media-Verbot für Kinder: SPD-Vorstoß erfährt Unterstützung und Kritik
-
Vertreter Moskaus, Kiews und der USA sprechen in Genf über Ende des Ukraine-Krieges
-
Neue Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz geplant
-
Atomgespräche: Trump droht Iran bei ausbleibender Einigung mit "Konsequenzen"
-
DIW-Präsident rechnet zur Deckung der Haushaltslöcher mit Mehrwertsteuererhöhung
-
Sexualisierte KI-Bilder: Irland leitet Untersuchung gegen Musk-Chatbot Grok ein
-
BioNxt erhält Entscheidung des Europäischen Patentamts zur Erteilung eines europäischen Patents für die sublinguale Cladribin-Arzneimittelverabreichungstechnologie zur Behandlung von Multipler Sklerose
-
Medaillentraum erfüllt: Hase/Volodin holen Bronze im Paarlauf
-
Macron zu mehrtägigem Besuch in Indien eingetroffen - Rafale-Kampfjet-Deal erwartet
-
Gold verpasst: Nolte gewinnt Silber im Monobob
-
Verdi ruft bundesweit zu Streiks bei Autobahn GmbH auf - Auch Elbtunnel betroffen
-
Raimund und Wellinger verpassen Medaille um 16 Zentimeter
-
Bekannt aus "Der Pate" und "Apocalypse Now": US-Schauspieler Robert Duvall gestorben
-
Özdemir will frühere Senkung der Unternehmensteuer - statt Ausbau Mütterrente
-
Neue Atomgespräche mit den USA: Iranischer Außenminister trifft IAEA-Chef Grossi
-
Bahn: Generalsanierung der Strecke Hamburg-Berlin deutlich in Verzug
-
Social-Media-Verbot für Kinder: Familienministerin Prien offen für SPD-Vorstoß
-
Israel billigt Grundbuchregistrierung im Westjordanland - EU fordert Kehrtwende
-
Rosenmontagszüge in Karnevalshochburgen: Beißender Spott über Putin in Düsseldorf
-
Erfinder von Konstruktionsspiel Kapla ist tot
-
Grüne fordern schnelleren Windkraftausbau und Anspruch auf Solar-Anschluss
-
FDP scheitert endgültig mit Klage wegen TV-Triell in Baden-Württemberg
-
Klingbeil zu "Made in Europe": Europäer sollen "nicht die Dummen" sein
-
Social-Media-Verbot für Kinder: SPD-Vorstoß stößt auf breite Ablehnung
-
Wahlkampfhilfe für Orban: US-Außenminister Rubio besucht Ungarn
-
Kurzarbeitergeld in die eigene Tasche gesteckt: Mann in Niedersachsen verurteilt
-
Ballon mit Geburtstagsgruß schwebt 200 Kilometer - bis zum Stuttgarter Flughafen
-
Klingbeil will kleine und mittlere Einkommen entlasten - Grüne und Linke dafür
-
Kommission prüft Rente mit 70 - Junge Union will Mittel für Rente kürzen
-
Platz neun: Straßer schimpft und tobt
-
Rentenbeiträge: Linke fordert Anstieg des Arbeitgeberanteils auf 60 Prozent
-
Malinin beklagt Online-Hass: "Führt zum Zusammenbruch"
Neuer Landwirtschaftsminister - neue Debatte über Steuern auf Fleisch
Der designierte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat sich schon vor Amtsantritt gegen höhere Steuern auf Fleisch ausgesprochen und damit die Debatte darüber erneut losgetreten. "Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, dass keine Steuererhöhungen durchgeführt werden. Daran werde ich mich als zukünftiger Minister halten", sagte Rainer der "Bild"-Zeitung. Fleischpreise mache nicht er, sondern der Markt. Umweltschützer sowie Politiker von Grünen und SPD kritisierten die Äußerungen.
Der noch amtierende Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) befürwortet eine Tierwohlabgabe. Empfehlungen für eine solche Abgabe hatte eine Kommission unter dem Vorsitz des einstigen Landwirtschaftsministers Jochen Borchert (CDU) schon Anfang 2020 vorgelegt. Demnach könnten etwa je Kilo Fleisch 40 Cent Aufschlag fällig werden; damit sollen bessere Haltungsbedingungen für Tiere finanziert werden.
SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast forderte Rainer auf, Alternativen zu höheren Abgaben vorzuschlagen. Mit der Union sei verabredet, dass es mehr Tierwohl geben solle, sagte Mast in der Sendung "Frühstart" bei RTL/ntv. "Und wenn es keine Tierwohlabgabe geben soll, müssen wir uns drüber unterhalten, wie wir das auch finanzieren." Zu einer Abgabe gebe es im Koalitionsvertrag keine Festlegung, das Tierwohl solle aber nach oben gefahren werden, betonte die SPD-Politikerin.
Tierschutz- und Umweltorganisationen verwiesen auf Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft. "Ich kann Herrn Rainer nur raten, bevor er jetzt klare Aussagen macht, sich zu erkundigen, was schon geeint ist", sagte der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, der Tageszeitung "taz". Die Kommission, an der sowohl der Deutsche Bauernverband als auch Umwelt- und Tierschützer beteiligt waren, habe einstimmig beschlossen, dass der Konsum und die Produktion tierischer Lebensmittel sinken müssen. "Das sollte Alois Rainer nicht ignorieren. Nur weil sein Parteichef Markus Söder viel Döner isst, muss Döner nicht zur Allgemeinernährung werden", sagte Schröder.
Die Zukunftskommission habe vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Fleisch etwas zu erhöhen, um den Umbau der Tierhaltung zu finanzieren, sagte der Vorsitzende des BUND, Olaf Bandt, der "taz". "Da sagt Herr Rainer gerade etwas anderes. Deswegen würden wir gern mit ihm sprechen."
Die Grünen-Politikerin Renate Künast sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Freitagsausgaben), sie habe das Gefühl, "mit einer Zeitmaschine Jahrzehnte rückwärts gereist zu sein". Deutschland brauche einen Minister, der die Weichen auf Zukunftsfähigkeit stellt. "Stattdessen höre ich bisher nichts als ideologische Äußerungen über billiges Fleisch."
Der 60-jährige Rainer ist gelernter Metzger, seit 2013 sitzt er im Bundestag. Vertreter der Branche äußerten sich in der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag erfreut über den Personalwechsel im Landwirtschaftsministerium. Der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands, Herbert Dohrmann, sagte der Zeitung, er hoffe auf eine ideologiefreie, verlässliche Zusammenarbeit bei Themen wie Tierhaltung, Ernährung und Lebensmittelproduktion.
Der Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbands Deutschland, Christoph Minhoff, erklärte gegenüber der "Bild": "Dieses Ministerium braucht dringend Fachwissen an der Spitze", und das komme mit Alois Rainer sowie den Staatssekretärinnen Silvia Breher und Martina Engelhardt-Kopf "endlich ins Haus".
F.Wilson--AT