-
Korruptionsprozess in Spanien: Zeuge erhebt schwere Vorwürfe gegen Regierungschef Sánchez
-
Iranische Delegation bleibt FIFA-Kongress fern
-
Klarer Hinspielsieg: Magdeburg hat Final Four in Sichtweite
-
Britischer König Charles III. besucht Gedenkstätte für 9/11-Opfer in New York
-
"Können mit ihnen planen": Freiburger Quartett kehrt zurück
-
Umfrage: Deutsche halten Merz-Regierung für weniger harmonisch als die Ampel
-
Klingbeil rechtfertigt hohe Neuverschuldung
-
Ende einer Ära: Letzte Vertreter des Erbadels scheiden aus britischem Oberhaus aus
-
Romandie: Lipowitz verpasst Etappensieg knapp
-
Trump erwägt monatelange Hafenblockade und droht Iran im Atomstreit
-
Neues Heizungsgesetz verzögert sich: Regelung im aktuellen Gesetz soll ausgesetzt werden
-
Umweltkriminalität soll künftig härter bestraft werden können
-
Supreme Court: Zuschnitt der Wahlkreise in US-Bundesstaat Louisiana verfassungswidrig
-
Bafög-Reform: Koalition einig bei Finanzierung
-
Impulse bei Konferenz im kolumbianischen Santa Marta für Ausstieg aus den Fossilen
-
Schläge bei Festnahme: Hessischer Polizist verliert Beamtenstatus
-
Londoner Polizei stuft Messerangriff auf Juden als "terroristisch" ein
-
Urteil: Erzwungene Umsiedlung bei Bodenreform gilt nicht als Zersetzungsmaßnahme
-
Designierter Fed-Chef Warsh nimmt erste Hürde im US-Senat
-
Gericht: Bewohner in Brandenburger Pflegeheimen haben Anspruch auf Einzelzimmer
-
Ungarns designierter Regierungschef Magyar wirbt in Brüssel für Freigabe von EU-Geldern
-
Fehlender Vaterschaftsurlaub in Deutschland wird Fall für Europäischen Gerichtshof
-
Gesundheitliche Gründe: Thomas Gottschalk verschiebt Rückkehr auf Bühne bis Herbst
-
Frankreich stellt bei Konferenz in Santa Marta Fahrplan für Ausstieg aus Fossilen vor
-
16-Jährige in Niedersachsen vor Zug gestoßen: Unterbringung in Psychiatrie
-
Trump droht Iran im Atomstreit: Teheran soll "besser schnell zur Vernunft kommen"
-
Kreml: Siegesparade am 9. Mai ohne Panzer - Wegen Bedrohung aus Ukraine
-
Mutmaßlicher Russland-Spion in Untersuchungshaft genommen
-
Haushalt 2027: Rekordinvestitionen und hohe Neuschulden - Fokus auf Verteidigung
-
Weniger Bürokratie für Landwirte: Bundesregierung bringt neues Düngerecht auf den Weg
-
Merz lobt Krankenkassen-Reform als "historisch" - Kritik an Sparpaket hält an
-
Durchsuchungen wegen Geldwäsche in großem Stil in mehreren Bundesländern
-
Bundesverwaltungsgericht bestätigt Verbot von Neonazisekte Artgemeinschaft
-
Illegale Cannbisplantage in Lagerhalle entdeckt - vier Männer festgenommen
-
Jüdische Organisation: Zwei Menschen in London niedergestochen
-
Kleindienst bei Gladbach zurück im Team-Training
-
Energiepreisschock: Inflationsrate steigt im April auf 2,9 Prozent
-
Bekannten mit Messer getötet: Mehr als fünf Jahre Haft für 68-jährigen Zwickauer
-
Buckelwal: Backhaus dankt Beteiligten von Rettungsmission
-
Nach Trump-Attacke: Merz bekräftigt seine Kritik am Iran-Krieg
-
Deutscher Benjamin Weber bei Oscars für technische Leistungen prämiert
-
Warken: Zuckerabgabe förderlich für die Gesundheit
-
"KI gegen Kriminalität": Polizeibehörden sollen technologisch aufgerüstet werden
-
Brandenburg: Vermessungstechniker bei Arbeiten auf Autobahn erfasst und getötet
-
Kretschmann verabschiedet sich mit Appell zu Stärkung von Demokratie und Vertrauen
-
Chemikalien in Kosmetik: EU-Parlament stimmt für gelockerte Regeln
-
410.000 Euro bei fingiertem Überfall erbeutet: Bewährungsstrafe für 25-Jährigen
-
Reise nach Rabat: Wadephul wirbt für Ausbau der Beziehungen zu Marokko
-
Bericht: Trump will Iran mit Seeblockade zur Aufgabe von Atomprogramm zwingen
-
Mehr Mieterschutz bei möbliertem Wohnen, Kurzzeitvermietung und Indexmieten geplant
Chef der Innenministerkonferenz gegen Senkung von Strafalter - Kritik an Asylkurs
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), lehnt eine Senkung des Strafmündigkeitsalters trotz der laut Kriminalstatistik zunehmenden Gewalt von Kindern und Jugendlichen ab. "Bei der Senkung des Strafmündigkeitsalters bin ich sehr zurückhaltend", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). Er glaube, "dass wir dieses Problem mit polizeilichen Maßnahmen kaum effektiv angehen können".
Der Sozialdemokrat verwies auf eine Analyse des Bundeskriminalamts, wonach die Entwicklung auch eine Spätfolge der Corona-Zeit sei, Das lege nahe, dass "mit pädagogischen Maßnahmen" reagiert werden müsse, sagte Mäurer. Er fügte hinzu: "Das heißt nicht, dass die Polizei wegschauen sollte, weil wir uns des Themas auch immer aus der Opfersicht nähern müssen. Aber das kann nicht unser Schwerpunkt sein."
Als weitere Ursache für den Anstieg der Gewaltkriminalität in Deutschland nannte Mäurer eine verfehlte Asylpolitik. "Hätten wir mehr Frauen und Kinder und nicht junge Männer aufgenommen, hätten wir jetzt viele Probleme nicht", sagte der SPD-Politiker die "Bild" vom Donnerstag. "Dann würden wir uns vielleicht eher über Kitaplätze statt über Kriminalität unterhalten."
Mäurer forderte Union und SPD auf, im Koalitionsvertrag eine viel stärkere Steuerung der Migration zu vereinbaren. "Migrationssteuerung ist enorm wichtig", sagte der SPD-Politiker. Viele Städte und Kommunen seien "wegen der fehlenden Steuerung in Teilen überfordert".
Die sächsische Landesregierung will einen anderen Weg als Mäurer gehen und wegen steigender Zahlen der Gewaltdelikte die Anwendung des Jugendstrafrechts auf maximal 18 Jahre statt bisher 21 Jahre begrenzen. "Mit der Volljährigkeit muss dann auch Erwachsenenstrafrecht gelten, denn der Erziehungsgedanke des Jugendstrafrechts geht bei 18- bis 21-jährigen schlicht am Ziel vorbei", sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) der "Bild".
Weiter sagte der CDU-Politiker: "Wer voll geschäftsfähig ist und wählen darf, muss auch volle Verantwortung nach dem Strafgesetzbuch für seine Taten übernehmen."
Schuster kündigte zugleich an, härter als bisher gegen ausländische Intensivtäter vorgehen zu wollen: "Nur etwa ein Prozent der Asylzuwanderer in Sachsen sind Mehrfach- und Intensivstraftäter, die aber rund 50 Prozent der Straftaten begehen." Die Bundesregierung müsse "alles daransetzen, dass wir diese kleine Gruppe konsequent abschieben können."
Erst im Februar hatte sich auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann für eine Senkung des Strafmündigkeitsalters ausgesprochen. Laut Paragraf 19 Strafgesetzbuch gilt als schuldunfähig, wer bei Begehung einer Tat noch nicht 14 Jahre alt ist.
Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, hatte bei der Vorstellung der Kriminalstatistik am Mittwoch gesagt, auffällig sei vor allem eine bestimmte Gruppe junger Menschen, die unter den Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie gelitten habe.
Die am Mittwoch vorgestellte Polizeistatistik hatte einen Rekordwert bei Gewaltkriminalität verzeichnet. Die Gewaltkriminalität stieg um gut 1,5 Prozent auf 217.277 Straftaten. Anstiege gab es in fast allen Bereichen der Gewaltkriminalität - von Sexualstraftaten über Körperverletzungen bis zu Mord und Totschlag.
Unter den Gewalttat-Verdächtigen waren deutlich mehr junge Leute. 11,3 Prozent mehr Kinder und 3,8 Prozent mehr Jugendliche als im Vorjahr waren in diesem Bereich tatverdächtig. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) machte dafür unter anderem eine Perspektivlosigkeit und wachsende Armut bei Kindern und Jugendlichen verantwortlich.
T.Wright--AT