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Ukraine: Selenskyj ruft drei Jahre nach Butscha-Massaker zu europäischer Einigkeit auf
Drei Jahre nach der Rückeroberung des zuvor von Russland besetzten Kiewer Vororts Butscha hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die europäischen Partner der Ukraine zu Einigkeit aufgerufen. Ein Massaker durch russische Truppen wie in Butscha könne "in jedem europäischen Land passieren, wenn unsere Einigkeit Russland nicht dazu führt, dass Russland für diesen Krieg zur Verantwortung gezogen wird", sagte Selenskyj in einer Rede bei einer Gedenkveranstaltung am Montag.
Selenskyj warnte davor, Sanktionen gegenüber Russland aufzuheben. Diese seien "notwendig, um sicherzustellen, dass der Krieg und die Gräueltaten sich nicht weiter ausbreiten", sagte der Präsident.
In Butscha hatten am 31. März 2022 nach dem Abzug russischer Truppen AFP-Journalisten mindestens 20 erschossene Zivilisten auf der Straße liegend und mit hinter dem Rücken verbundenen Händen gesehen. Der russischen Armee wird vorgeworfen, in der Vorstadt von Kiew hunderte Menschen massakriert zu haben.
In der ganzen Ukraine haben die Behörden nach Angaben Selenskyjs bereits mehr als 180.000 Fälle von Kriegsverbrechen durch Russland seit Beginn der Invasion im Jahr 2022 dokumentiert.
Seit dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident im Januar haben mehrere Verhandlungsrunden über eine mögliche Waffenruhe in der Ukraine stattgefunden. US-Unterhändler hatten in den vergangenen Wochen Gespräche mit Delegationen aus Russland und der Ukraine geführt.
Russland und die Ukraine sagten dabei eine Feuerpause im Schwarzen Meer und die Unterbrechung von Angriffen auf Einrichtungen der Energieinfrastruktur zu. Beide Seiten werfen sich jedoch vor, diese Zusagen zu missachten und somit die Bemühungen um einen umfassenden Waffenstillstand zu sabotieren.
W.Stewart--AT