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Moskau kritisiert US-Sanktionen gegen russischen Sender RT als "Informationskampagne"
Die russische Regierung hat die neuen US-Sanktionen gegen seinen staatlich finanzierten Sender RT als Teil einer von den USA inszenierten "Informationskampagne" vor der Präsidentschaftswahl im November kritisiert. "Es ist eine offensichtliche Aktion, eine Informationskampagne", sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Diese sei "lange vorbereitet" worden und "notwendig" angesichts des Endspurts im Wahlkampf.
Die russische Regierung bereite "natürlich" eine Reaktion auf den Schritt vor, sagte Sacharowa. Diese werde scharf ausfallen und "jeden erzittern" lassen.
Die US-Justiz hatte am Mittwoch strafrechtliche Schritte gegen zwei in Russland lebende RT-Mitarbeiter verkündet. Mehrere verantwortliche Mitarbeiter des russischen Staatssenders sowie zwei Organisationen wurden zudem vom US-Finanzministerium mit Sanktionen belegt. Ihnen werden Versuche vorgeworfen, die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl am 5. November zu manipulieren.
Zu den insgesamt zehn betroffenen Mitarbeitern zählen die RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan und ihre Stellvertreterin Elisaweta Brodskaja. Den beiden strafrechtlich verfolgten RT-Mitarbeitern in Russland wird zur Last gelegt, zehn Millionen Dollar an ein im US-Bundesstaat Tennessee ansässiges Unternehmen weitergeleitet zu haben. Dieses habe seinen Einfluss in Onlinenetzwerken genutzt, um "Inhalte mit versteckten Botschaften der russischen Regierung für das US-Publikum zu erstellen und zu verbreiten".
Die meisten US-Medien haben nach Moskaus Einmarsch in der Ukraine ihr Personal in Russland reduziert oder abgezogen.
T.Wright--AT