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Trump trifft Netanjahu und warnt vor "drittem Weltkrieg" bei Wahlniederlage
Ex-US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu vor einem "dritten Weltkrieg" gewarnt, sollten seine Republikaner nicht die Präsidentschaftswahl gewinnen. "Wenn wir gewinnen, wird alles ganz einfach. Dann klappt alles und ganz schnell", sagte Trump, der am Freitag Netanjahu und dessen Frau an seinem Anwesen in Florida empfing. "Wenn wir nicht gewinnen, gibt es große Kriege im Nahen Osten und vielleicht den dritten Weltkrieg."
Das Treffen mit Trump war die letzte Station der USA-Reise Netanjahus. Am Mittwoch hatte er vor dem Kongress in Washington das israelische Vorgehen im Krieg mit der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen verteidigt. Am Donnerstag traf er Präsident Joe Biden und Vize-Präsidentin Kamala Harris von den Demokraten.
Der Empfang in Trumps Anwesen in Florida war herzlich. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner posierte für Fotos mit nach oben gerichtetem Daumen. Auf einem von Netanjahu online veröffentlichten Foto hielt er eine Schildmütze mit der Aufschrift "Total Victory" (vollständiger Sieg) - das erklärte Ziel des Regierungschefs im Kampf gegen die Hamas.
Gegen seine politischen Gegner von den Demokraten schoss Trump am Freitag scharf. "Unser Land wird von inkompetenten Menschen regiert", sagte er. Harris, die Trumps wahrscheinliche Gegnerin bei der Präsidentschaftswahl im November ist, sei noch schlimmer als Biden.
Im Gegensatz zu der Demokratin, die Netanjahu angesichts der humanitären Lage im Gazastreifen dazu aufgefordert hatte, mehr für eine Waffenruhe zu tun, stellte Trump am Freitag keine öffentlichen Forderungen an Netanjahu. Als Präsident werde der Republikaner alles unternehmen, um den Nahen Osten zu befrieden und Antisemitismus an den US-Hochschulen zu bekämpfen, erklärte Trumps Wahlkampfteam nach dem Treffen in einer Mitteilung. Am Donnerstag hatte der Ex-Präsident den israelischen Regierungschef in einem Interview mit dem Sender Fox News dazu aufgefordert, dieser müsse den Gaza-Krieg "schnell beenden".
Die Republikaner hatten Netanjahu bei dessen Rede vor dem US-Kongress am Mittwoch mit Applaus und Jubel empfangen, während sich die Demokraten deutlich zurückgehalten hatten. Der israelische Ministerpräsident hatte in seiner Ansprache Trump auch persönlich gedankt, "für alles, was er für Israel getan hat".
Die USA haben ihren engen Verbündeten Israel seit dem beispiellosen Angriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf das Land am 7. Oktober militärisch und diplomatisch unterstützt. Über das militärische Vorgehen Israels hat es allerdings immer wieder Irritationen und Differenzen zwischen beiden Regierungen gegeben.
A.Clark--AT