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Biden fordert von Netanjahu schnelle Einigung über Waffenruhe und Geiselfreilassung
US-Präsident Joe Biden hat den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu aufgefordert, schnell eine Einigung über eine Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von Geiseln zu erzielen. Biden habe die Notwendigkeit zum Ausdruck gebracht, "die verbleibenden Lücken zu schließen, das Abkommen so schnell wie möglich abzuschließen, die Geiseln nach Hause zu bringen und ein dauerhaftes Ende des Kriegs in Gaza zu erreichen", erklärte das Weiße Haus am Donnerstag (Ortszeit).
Demnach sprachen die beiden Politiker auch über die "humanitäre Krise" in dem Palästinensergebiet und die Notwendigkeit, Hürden bei der Bereitstellung von Hilfe zu beseitigen.
Biden und Netanjahu hatten sich am Donnerstag im Weißen Haus getroffen. Dabei sagte Netanjahu, er wolle Biden "für 50 Jahre Arbeit im öffentlichen Dienst und 50 Jahre Unterstützung für den Staat Israel danken". Der israelische Regierungschef sagte zudem, er freue sich "darauf, heute mit Ihnen zu diskutieren und in den kommenden Monaten mit Ihnen zusammenzuarbeiten".
Biden hatte in einer Fernsehansprache wenige Tage nach seinem Verzicht auf eine erneute Präsidentschaftskandidatur gesagt, er werde sich in den verbleibenden Monaten seiner Amtszeit vorrangig um Anliegen wie die Beendigung des Kriegs im Gazastreifen bemühen.
Die USA haben ihren engen Verbündeten Israel seit dem beispiellosen Angriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf das Land am 7. Oktober militärisch und diplomatisch unterstützt. Über das militärische Vorgehen Israels hat es allerdings immer wieder teils erhebliche Differenzen bis hin zu Irritationen zwischen beiden Regierungen gegeben.
Netanjahu sprach am Donnerstag auch mit US-Vizepräsidentin Kamala Harris. Die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der Demokratin drängte ebenfalls auf den baldigen Abschluss eines Abkommens über eine Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas. Am Freitag wird Netanjahu zu einem Besuch beim republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump im Bundesstaat Florida erwartet.
A.Clark--AT