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USA sprechen sich gegen globales Abkommen zur Besteuerung von Superreichen aus
Die USA halten laut ihrer Finanzministerin Janet Yellen ein globales Abkommen zur Besteuerung von Superreichen für nicht notwendig. Eine weltweite Koordination der Steuerpolitik sei schwierig, sagte Yellen am Rande des Treffens der G20-Finanzminister im brasilianischen Rio de Janeiro. "Wir sind der Meinung, dass alle Länder dafür sorgen sollten, dass ihre Steuersysteme gerecht und progressiv sind."
Weiter betonte Yellen, dass die USA ein starker Befürworter einer Besteuerung für sehr wohlhabende Menschen seien, damit diese "einen gerechten Anteil" zahlten. Als ein Beispiel nannte sie die von US-Präsident Joe Biden vorgeschlagene Steuer für Milliardäre. "Für die meisten Länder ist es sinnvoll, diesen Ansatz der progressiven Besteuerung zu verfolgen", sagte die Finanzministerin.
Ein internationales Abkommen zur Besteuerung von Superreichen ist ein zentrales Anliegen des linken brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, der derzeit den Vorsitz im Kreis der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) innehat. Sein Anliegen wird von Ländern wie Frankreich, Spanien, Südafrika, Kolumbien sowie der Afrikanischen Union unterstützt. Deutschlands Finanzminister Christian Lindner (FDP) äußerte sich dagegen ablehnend.
Am Freitag werden sich die Finanzminister der G20-Staaten bei ihrem Treffen in Rio de Janeiro mit der Finanzierung von Maßnahmen gegen den Klimawandel sowie mit der Verschuldung befassen. Der nächste G20-Gipfel findet am 18. und 19. November in Brasilien statt.
Th.Gonzalez--AT