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Angehörige: 25 Mitglieder einer Familie bei israelischem Angriff in Gaza getötet
Bei israelischen Angriffen auf die Stadt Gaza im Norden des Gazastreifens sind am Freitag laut Angaben von Angehörigen 25 Mitglieder einer Familie getötet worden. Wie ein Verwandter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, befand sich die Familie Tabatibi zur Zeit des Angriffs am frühen Morgen in einem sechsstöckigen Gebäude im dicht besiedelten Stadtteil Darasch.
"Wir hörten die Raketen nicht kommen, wir haben alle geschlafen", sagte ein Überlebender der Familie. "Wir wissen nicht, warum sie das Haus ins Visier genommen haben. Es ist ein Massaker, eine Vernichtung." Die Toten und Verletzten wurden Berichten zufolge in das Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza gebracht, das bei israelischen Angriffen zuletzt größtenteils zerstört worden war.
Es ist bereits das zweite Mal, dass Mitglieder der Familie Tabatibi einem israelischen Angriff zum Opfer fielen. Am 15. März war das Haus im Zentrum von Gaza, in dem die Familie während des Ramadans zusammenkam, von Raketen getroffen worden. Nach Angaben von Zeugen wurden dabei 36 Menschen getötet.
Nach Angaben der im Gazastreifen herrschenden Hamas griff das israelische Militär in der Nacht zu Freitag unter anderem das Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Palästinensergebiets an. Dort wurden demnach Dutzende Unterkünfte zerstört. Insgesamt zählte die Hamas im Gazastreifen 89 Tote innerhalb eines Tages.
Die israelische Armee gab an, in dem Palästinensergebiet "mehr als 60 terroristische Ziele" angegriffen zu haben, darunter unterirdische Stützpunkte und militärische Infrastruktur.
Der Krieg im Gazastreifen war durch den Großangriff der Hamas am 7. Oktober auf Israel ausgelöst worden. Bei dem Angriff waren israelischen Angaben zufolge etwa 1170 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden.
Israel geht seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, bisher mehr als 33.600 Menschen getötet.
P.Hernandez--AT