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EKD-Ratsvorsitzende fordert 100 Milliarden Euro für Armutsbekämpfung
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anette Kurschus, fordert von der Ampel-Koalition massive Investitionen in die Armutsbekämpfung. "Wir haben einen eklatanten sozialen Notstand in unserer Gesellschaft", sagte Kurschus den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). "100 Milliarden Euro für die Armutsbekämpfung wären gut investiertes Geld."
Die EKD-Ratsvorsitzende machte sich außerdem für die Kindergrundsicherung stark, über die SPD, Grüne und FDP kontrovers diskutieren. "Ich halte Kinderarmut für eines der gravierendsten Probleme, die eine Gesellschaft haben kann", sagte Kurschus. Sämtliche Studien belegten, dass die soziale Herkunft sich auf die Bildungschancen eines Kindes auswirke. Daher sei aus ihrer Sicht "die geplante Kindergrundsicherung unverzichtbar".
In der Kindergrundsicherung sollen ab 2025 familienpolitische Leistungen wie Kindergeld, Bürgergeld für Kinder und Kinderzuschlag zusammengeführt werden. Die grüne Bundesfamilienministerin Lisa Paus geht davon aus, dass dadurch mehr Menschen die ihnen jetzt schon zustehenden Leistungen in Anspruch nehmen.
Paus hält zudem aber auch eine Anhebung für nötig und rechnet mit jährlichen Mehrkosten von zwölf Milliarden Euro. Die FDP will die Mehrausgaben hingegen auf bis drei Milliarden Euro begrenzen.
O.Gutierrez--AT