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Zusammenstöße bei Protesten in Frankreich gegen Bau von Wasserreservoir
Bei Protesten gegen ein Bewässerungsprojekt für die Landwirtschaft in Westfrankreich haben sich am Samstag nach offiziellen Angaben Demonstranten und Sicherheitskräfte gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert. Zu der Demonstration in Sainte-Soline hatte unter anderem das Bündnis "Bassines non merci" aufgerufen. Trotz eines Versammlungsverbots demonstrierten rund 6000 Menschen, wie die Behörden mitteilten. Das Bündnis sprach von 25.000 Teilnehmern.
Rund um die Baustelle des geplanten Wasserreservoirs kam es zu gewalttätigen Zusammenstößen. Die Demonstrierenden, die versuchten, das Becken zu besetzen, warfen unter anderem Feuerwerkskörper und selbstgebaute Sprengsätze. Ihnen standen nach Behördenangaben rund 3200 Polizisten in Kampfmontur und mit Wasserwerfern gegenüber, die Tränengas und einen Wasserwerfer einsetzte.
Gegenstand der Proteste ist ein Wasserreservoir im Rahmen eines Bewässerungsprojekts für die Landwirtschaft. Im Rahmen des Projekts, das von einer Genossenschaft aus 450 Landwirten mit staatlicher Unterstützung getragen wird, sollen 16 Staubecken mit einer Gesamtkapazität von rund sechs Millionen Kubikmetern hauptsächlich im Département Deux-Sèvres gebaut werden. Ziel ist es, Grundwasser, das im Winter entnommen wird, unter freiem Himmel zu speichern, um im Sommer, wenn die Niederschläge seltener werden, Pflanzen zu bewässern.
Befürworter sehen darin eine Voraussetzung für das Überleben der landwirtschaftlichen Betriebe angesichts immer wiederkehrender Dürreperioden. Gegner hingegen kritisieren, dass die Agrarindustrie in Zeiten des Klimawandels das Wasser "an sich reißt".
"Während das Land aufsteht, um die Renten zu verteidigen, werden wir aufstehen, um das Wasser zu verteidigen", teilten die Organisatoren mit. In ganz Frankreich gibt es aktuell heftige und zum Teil gewalttätige Proteste gegen die Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron.
D.Lopez--AT