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Dschibuti hält von Opposition boykottierte Parlamentswahl ab
Dschibuti hält am Freitag eine Parlamentswahl ab, welche die Opposition als Farce bezeichnet und deswegen größtenteils boykottiert. Nur zwei Parteien treten bei der Wahl um 65 Sitze im Parlament des winzigen Landes mit einer Million Einwohner am Horn von Afrika an. Die Partei Union for Presidential Majority (UMP) des Präsidenten Ismael Omar Guelleh, der das Land seit 1999 regiert und zuletzt mit 97 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde, gilt als sicherer Gewinner.
Unter Guelleh hat Dschibuti seine strategische geografische Position mit Meerzugang genutzt und in Häfen und logistische Infrastruktur investiert, um erfolgreich ausländische Investoren anzulocken. Während der 75-jährige Guelleh das Land mit eiserner Faust regiert und die Wahlen von der Opposition regelmäßig als weder frei noch fair verurteilt werden, schaffte er es dennoch, für relative Stabilität im Gegensatz zu den volatilen Nachbarstaaten Eritrea, Äthiopien, Somalia und Jemen auf der anderen Seite des Golfs zu sorgen.
P.Smith--AT