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Portugal zur Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern an Ukraine bereit
Portugal hat sich bereit erklärt, der Ukraine in den kommenden Monaten Leopard-2-Kampfpanzer zu liefern. Wie Ministerpräsident Antonio Costa nach Angaben der Nachrichtenagentur Lusa vom Samstag sagte, ist seine Regierung in engen Gesprächen mit Deutschland, um die teils nicht funktionsfähigen Panzer instand zu setzen. Eine Zahl für die Lieferung an die Ukraine bestimmter Leopard 2 nannte Costa zunächst nicht.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte nach langem Zögern am 25. Januar die Lieferung von 14 Leopard-2-Kampfpanzern aus Bundeswehr-Beständen an die Ukraine angekündigt. Die Bundesregierung nannte dabei das Ziel, zusammen mit europäischen Partnern "rasch zwei Panzer-Bataillone mit Leopard-2-Panzern für die Ukraine zusammenzustellen". Dies wären nach deutschen Standards fast 90 Panzer.
Wie der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet, gestaltet sich die Aufstellung der Panzer-Allianz aber schwieriger als erwartet. Demnach gab es bis zum Freitag von den europäischen Partnern, die zuvor öffentlich die Lieferungen von modernen Kampfpanzern an die Ukraine eingefordert hatten, keine festen Zusagen. "Die Zusammenstellung der Bataillone entpuppt sich als mühsamer Kraftakt", zitierte der "Spiegel" aus Regierungskreisen.
Die Bundesregierung habe deshalb Anfang der Woche eine diplomatische Initiative gestartet, um die Partner doch noch zu schnellen Entscheidungen zu bewegen, hieß es. Kanzler Scholz habe dazu selbst mit drei Regierungschefs aus Nord- und Südeuropa gesprochen.
Portugal wolle einen Beitrag zur "kollektiven Anstrengung leisten, die Ukraine mit den besten Mitteln zur Selbstverteidigung auszustatten", sagte Costa bei einem Besuch in der Zentralafrikanischen Republik. Eine Zahl von Panzern werde "zu gegebener Zeit" genannt. Die betroffenen europäischen Länder wollten "vor Ende März liefern".
Einige der Leopard-2-Panzer seien "nicht funktionsfähig", sagte Costa. "Und aus diesem Grund müssen wir mit denjenigen zusammenarbeiten, die sie produzieren." Die Wochenzeitung "Expresso" hatte diese Woche berichtet, dass die Hälfte der 37 Leopard-Panzer der portugiesischen Armee defekt seien.
G.P.Martin--AT