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Umfrage: Mehrheit der Deutschen hat Angst vor Ausweitung des Ukraine-Kriegs
Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland treibt einer Umfrage zufolge die Sorge um, dass sich der Ukraine-Krieg ausweiten könnte. In einer Erhebung von Forsa für RTL und ntv gaben 72 Prozent der Teilnehmenden an, sie befürchteten, dass sich der Krieg nicht auf das Gebiet der Ukraine beschränken werde, wie das Meinungsforschungsunternehmen am Mittwoch mitteilte.
Oft wurden in Zusammenhang mit dem Krieg auch ökonomische Befürchtungen geäußert, etwa vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland (62 Prozent) oder einer starken Verschlechterung der finanziellen Lage im eigenen Haushalt (40 Prozent). 34 Prozent der Teilnehmenden gaben an, sie hätten Angst, dass auch Deutschland von Russland überfallen werden könnte.
Der russische Angriffskrieg in der Ukraine beschäftigt die Menschen insgesamt so stark wie kein anderes Thema. Bei der Frage, welche drei Themen aktuell die wichtigsten seien, nannten Forsa zufolge 68 Prozent der Befragten den Krieg. Andere Angelegenheiten folgten mit großem Abstand, so etwa die Energieversorgung mit 22 Prozent und der Bereich Klima und Umwelt mit 14 Prozent.
Das zurückhaltende Agieren von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Frage, ob Deutschland der Ukraine Kampfpanzer liefern soll, findet der Ergebung zufolge viel Unterstützung. 73 Prozent der Befragten sagten, es sei richtig gewesen, dass Scholz erst nach Abstimmung mit Nato-Partnern eine Entscheidung dazu traf. 20 Prozent verneinten dies.
Eine Lieferung von Kampfflugzeugen, Schiffen oder U-Booten an die Ukraine stößt mehrheitlich auf Ablehnung. 70 Prozent der Befragten sagten, Deutschland solle derartiges Kriegsgerät nicht liefern. Lediglich 19 Prozent sprachen sich dafür aus.
Für die Erhebung hatte Forsa im Auftrag von RTL und ntv von Freitag bis Montag 1002 Menschen befragt. Die Frage der aktuell wichtigsten Themen wurde 2503 Menschen gestellt.
O.Ortiz--AT