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Papst besucht Anfang 2023 Demokratische Republik Kongo und Südsudan
Papst Franziskus reist Anfang nächsten Jahres in die Demokratische Republik Kongo und in den Südsudan. Nach Angaben des Vatikans vom Donnerstag wird das 85-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche vom 31. Januar bis zum 3. Februar zunächst Kinshasa und dann bis zum 5. Februar die südsudanesische Hauptstadt Juba besuchen. Es wird der fünfte Besuch in Afrika seit seinem Amtsantritt 2013 sein.
Die ursprünglich für vergangenen Juli geplante Reise des Papstes war auf Anraten seiner Ärzte verschoben worden. Franziskus, der im Dezember 86 Jahre alt wird, war im Sommer wegen Kniebeschwerden behandelt worden. Italienischen Medienberichten zufolge gab es auch Sicherheitsbedenken.
Sowohl die zentralafrikanische Demokratische Republik Kongo als auch der Südsudan werden seit Jahren von gewalttätigen Konflikten erschüttert. Der Südsudan leidet seit der Staatsgründung im Jahr 2011 unter chronischer Instabilität einschließlich eines fünfjährigen Bürgerkrieges.
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind mehr als 120 bewaffnete Gruppen aktiv und machen die Region zu einer der gewalttätigsten des Kontinents.
Am Donnerstag lieferten sich dort Regierungstruppen und Kämpfer der Miliz M23 schwere Kämpfe und brachen damit eine seit fünf Tagen währende Waffenruhe, wie Sicherheitskräfte und Rebellen mitteilten. Die Waffenruhe in der Provinz Nord-Kivu war am Wochenende nach einem Gipfeltreffen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Ruanda in Kraft getreten. Demnach hätten sich die Rebellen aus dem von ihnen besetzten Gebiet zurückziehen sollen.
"Heute wurden die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den M23 wieder aufgenommen", sagte Paul Lutibahwa, Leiter zivilgesellschaftlicher Gruppen in der Region Bambo. Die Rebellen seien auf dem Weg nach Kibirizi, "es herrscht Panik", sagte er. Juson Kaniki aus Kibirizi bestätigte, dass die Menschen aus Angst vor den Rebellen fliehen würden.
Der Rebellenorganisation 23. März oder M23 gehören überwiegend kongolesische Tutsi an. Nach jahrelanger Ruhe griff sie Ende vergangenen Jahres wieder zu den Waffen. Im Oktober verstärkte sie ihre Offensive und brachte weite Gebiete unter ihre Kontrolle. Die Regierung in Kinshasa beschuldigt das Nachbarland Ruanda, die Rebellen zu unterstützen. Kigali bestreitet dies.
Ch.Campbell--AT