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Briefbombe offenbar auch an spanischen Regierungschef geschickt
Nach der Explosion einer Briefbombe in der ukrainischen Botschaft in Madrid haben die spanischen Behörden bekannt gegeben, dass ein ähnlicher Sprengsatz schon vor einer Woche auch an den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez geschickt worden sei. Der an den Regierungschef adressierte Umschlag mit "pyrotechnischem Material" sei "entdeckt und durch die Sicherheitsdienste neutralisiert worden", erklärte das Innenministerium am Donnerstag in Madrid. Die Sendung sei sowohl vom Aussehen als auch von Inhalt her der Briefbombe in der ukrainischen Botschaft ähnlich gewesen.
In der Botschaft war am Mittwoch eine Briefbombe explodiert, ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurde dadurch leicht verletzt. Der Brief war an den Botschafter adressiert gewesen und in einem normalen Umschlag vom Postboten geliefert worden. Die spanische Justiz leitete Ermittlungen wegen des Verdachts auf "Terrorismus" ein. Die Sicherheitsmaßnahmen auch an anderen diplomatischen Vertretungen in Spanien wurden verschärft.
Nach der Explosion war ebenfalls am Mittwoch ein "verdächtiger" Brief beim Rüstungsunternehmen Instalaza in Saragossa im Nordosten Spaniens entdeckt worden. Spezialeinheiten der Polizei brachten die Sendung laut Innenministerium zur Explosion. Die Firma stellt vor allem Granatwerfer her, die von der spanischen Regierung auch an die Ukraine geliefert wurden.
Am Donnerstag wurde ein weiterer "verdächtiger" Brief bei einem großen spanischen Militärstützpunkt bei Madrid abgefangen, wie das Innenministerium weiter mitteilte. In der Nacht hätten die Sicherheitssysteme der Basis von Torrejón de Ardoz Alarm geschlagen. Sie hätten einen "verdächtigen Umschlag" entdeckt, der einen Mechanismus enthalten könnte. Adressat sei das Satelliten-Zentrum gewesen. Die Militärbasis wird oft für offizielle Flüge von Regierungsmitgliedern genutzt. Auch hier wurde der Umschlag kontrolliert gesprengt.
Spanien hat die Ukraine seit Beginn von Russlands Angriffskrieg unterstützt, insbesondere militärisch. Daneben hat Spanien angesichts der russischen Attacken auf die Energie-Infrastruktur zuletzt auch Stromgeneratoren in die Ukraine geliefert.
T.Perez--AT