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Ukrainische Präsidentengattin fordert "globale Antwort" auf sexuelle Gewalt im Krieg
Die ukrainische Präsidentengattin Olena Selenska hat eine "globale Antwort" auf den Einsatz sexueller Gewalt als Kriegswaffe gefordert. "Jeder weiß von der großen Zahl an Vergewaltigungen" durch russische Soldaten im Ukraine-Krieg, sagte sie auf einer von der britischen Regierung ausgerichteten Konferenz zu sexueller Gewalt in Konflikten in London am Montag. Die russischen Soldaten "gehen sehr offen damit um".
Sexuelle Gewalt und Sexualverbrechen zählten inzwischen zum "Arsenal" der russischen Truppen, um "die Ukrainer zu demütigen", fügte Selenska hinzu. Die ukrainische Staatsanwaltschaft untersuche mehr als hundert solcher mutmaßlichen Verbrechen, die tatsächliche Zahl liege deutlich höher. Die Betroffenen scheuten sich jedoch oftmals davor, die Taten öffentlich zu machen, sagte die Präsidentengattin. Sie hätten Angst vor einer Stigmatisierung oder einer Rückkehr der Täter.
"Deshalb ist es äußerst wichtig, dies als Kriegsverbrechen anzuerkennen und alle Täter zur Rechenschaft zu ziehen", sagte sie. "Es muss eine globale Antwort darauf geben. Leider wird es immer wieder zu solchen Kriegsverbrechen kommen, solange die Soldaten glauben, dass sie straffrei ausgehen können."
An der Konferenz "Initiative zur Verhinderung sexueller Gewalt in Konflikten" nahmen Vertreter aus rund 70 Ländern teil. Auch Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie forderte in einer Botschaft an die Konferenzteilnehmer "eine entschlossene globale Antwort" auf solche Übergriffe. Andernfalls werde "sowohl den Opfern als auch den Tätern signalisiert, dass wir dies nicht wirklich als ein bedeutendes Verbrechen ansehen, das bestraft und verhindert werden muss", erklärte sie.
O.Ortiz--AT