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Mit Ebola infizierter US-Bürger wird in Berliner Charité behandelt
Ein auf Bitten der US-Regierung nach Deutschland ausgeflogener Ebola-Patient aus der Demokratischen Republik Kongo soll auf einer Spezialstation der Charité in Berlin behandelt werden. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag in Berlin mit. Derzeit würden dazu "mit allen beteiligten Akteuren entsprechende Vorkehrungen getroffen".
"Der Patient wird in der Sonderisolierstation der Charité in Berlin aufgenommen und behandelt werden", erklärte das Ministerium. Die Behörden der USA hätten die Bundesregierung angesichts des aktuellen Ebola-Ausbruchs im Kongo und in Uganda um Hilfe bei der Behandlung des US-amerikanischen Staatsbürgers gebeten. "Dieser hatte sich im Kongo mit Ebola infiziert. Die Bundesregierung hat ihre Unterstützung zugesagt."
Die Sonderisolierstation der Charité ist nach Angaben der Klinik eine "hochspezialisierte Infrastruktur für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hochansteckenden lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten". Die Station sei eine in sich geschlossene und geschützte Einheit und ermögliche die sichere Isolation, Diagnostik und Behandlung von bis zu 20 Menschen gleichzeitig. Die Station verfüge über eigene Zugangswege, Schleusensysteme, Lüftungs- und Filteranlagen mit Unterdrucktechnik sowie eine geschlossene Abwasseraufbereitung.
Laut der christlichen US-Hilfsorganisation Serge handelt es sich bei dem Patienten um einen ihrer Ärzte. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte am Montag erklärt, dass sich ein US-Bürger "im Rahmen seiner Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo" mit dem Ebola-Virus infiziert habe. Er habe im Laufe des Wochenendes Symptome entwickelt und sei am späten Sonntagabend positiv auf das gefährliche Virus getestet worden, sagte der CDC-Verantwortliche Satish Pillai.
Im Kongo wurden mittlerweile bereits mehr als 130 Todesopfer im Zusammenhang mit der Epidemie gezählt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. Die gegenwärtige Epidemie wird von der seltenen Bundibugyo-Variante verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Die Sterblichkeitsrate dieser Variante liegt bei 30 bis 50 Prozent.
T.Sanchez--AT