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Versicherungsbranche legt neue Typklassen für über zehn Millionen Autofahrer fest
Die Versicherungsbranche hat für zahlreiche Automodelle neue Typklassen festgelegt - über zehn Millionen Autofahrende sind betroffen. Für rund 5,9 Millionen Autofahrende wurden höhere Einstufungen in der Kfz-Haftpflichtversicherung berechnet, für rund 4,5 Millionen niedrigere Typklassen, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag mitteilte. Über eine solche Veränderung lasse sich aber keine Aussage zur Entwicklung des gesamten Versicherungsbeitrages treffen - dies sei von vielen weiteren Faktoren abhängig.
Für rund 32 Millionen beziehungsweise rund 75 Prozent der Autofahrenden bleibt es bei der Typklasse des Vorjahres, wie der GDV betonte. Und auch bei den nun berechneten Veränderungen seien "große Sprünge die Ausnahme".
Für die Typklassenstatistik wertet der GDV einmal jährlich die Schadenbilanzen aller in Deutschland zugelassenen Automodelle aus. Die Statistik umfasst aktuell rund 33.000 verschiedene Modelle und deren Schadenbilanzen der Jahre 2022 bis 2024. "Werden mit einem Automodell im Durchschnitt pro Fahrzeug vergleichsweise wenige Schäden und geringe Schadenkosten verursacht, erhält es eine niedrige Typklasse, bei vielen Schäden und hohen Versicherungsleistungen eine hohe."
So wurden beispielsweise der Renault Clio 1.3 und der VW ID.4 Pure 125 zwei Klassen niedriger eingestuft, der Ford Focus 1.0 dagegen zwei Klassen höher. Maßgeblich für die Einstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen. In der Vollkaskoversicherung sind die Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen sowie Teilkaskoschäden wie Autodiebstähle oder Wildunfälle maßgeblich.
Für die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages werden viele weitere Faktoren herangezogen, etwa die Regionalklasse, die Jahresfahrleistung oder die Entwicklung der Reparaturkosten.
P.Smith--AT