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Vorwurf der Vergewaltigung: Frau zieht Zivilklage gegen US-Rapper Combs und Jay-Z zurück
Eine Frau, die nach eigener Aussage im Alter von 13 Jahren von den US-Rappern Sean "Diddy" Combs und Jay-Z vergewaltigt worden ist, hat ihre Zivilklage gegen die Musiker zurückgezogen. Wie aus einem am Freitag bei einem Gericht ein New York eingereichten Dokument hervorgeht, hat die Klägerin ihre Klage "freiwillig" und endgültig zurückgezogen. Aus dem Dokument geht nicht hervor, ob die Rapper eine außergerichtliche Einigung mit der Frau erzielt haben.
Die Frau hatte Combs und Jay-Z, der mit bürgerlichem Namen Shawn Carter heißt und mit Popstar Beyoncé verheiratet ist, im Dezember beschuldigt, sie auf einer After-Show-Party nach den MTV Video Music Awards im September 2000 vergewaltigt zu haben. "Ein anderer Prominenter stand daneben und sah zu, wie Combs und Carter sich bei der Vergewaltigung der Minderjährigen abwechselten", hieß es in der Klage. Auch "viele andere" Partygäste hätten nichts unternommen, um die Vergewaltigung zu stoppen.
Carter hatte die Vorwürfe bestritten und begrüßte die Einstellung des "schikanösen" und "entsetzlichen" Verfahrens. Die Frau habe die Geschichte "erfunden", ihre Klage sei daher "unbegründet" und aussichtslos gewesen. Er selbst, seine Frau, seine Kinder und seine ganze Familie hätten durch die Anschuldigungen ein "Trauma" erlitten, erklärte der 55-jährige Milliardär.
Combs sitzt derzeit wegen Sexhandels und weiterer schwerer Vorwürfe in Untersuchungshaft. Er war im September im Zuge strafrechtlicher Ermittlungen festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 55-Jährigen vor, Frauen sexuell missbraucht und mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys genötigt zu haben. Laut Anklageschrift hat der lange Zeit einflussreiche Rap-Mogul sich seines "Imperiums" im Musikgeschäft bedient, um seine Ziele zu erreichen. Combs weist alle Vorwürfe zurück und plädiert auf unschuldig, sein Prozess soll am 5. Mai beginnen.
G.P.Martin--AT