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Jugendhaft für 15-Jährigen wegen tödlicher Messerattacke auf Kind in Psychiatrie
Mehr als ein Jahr nach einer tödlichen Attacke eines damals 14-Jährigen auf ein sieben Jahre altes Kind in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Regensburg hat das Landgericht Weiden den Jugendlichen zu achteinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt. Zudem wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.
Schuldig gesprochen wurde der damals 14-Jährige wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Jugendliche während seiner Unterbringung in einer geschlossenen Abteilung der Psychiatrie den Plan gefasst hatte, seine Tötungsfantasien in die Tat umzusetzen. Wenige Tage vor der Tat schmuggelte er zwei Messer auf das Klinikgelände.
Im Oktober 2023 stach er zunächst in der psychiatrieeigenen Schule unvermittelt und in Tötungsabsicht auf einen Lehrer ein. Dieser wurde schwer verletzt. In der nahen Tagesklinik stach er unvermittelt mehrfach auf den Siebenjährigen ein, der an seinen Verletzungen starb. Ein Pfleger, der versucht hatte, den Jugendlichen zu entwaffnen, wurde verletzt.
Laut Urteil war der damals 14-Jährige wegen einer psychischen Erkrankung erheblich vermindert schuldfähig. Den Vorbehalt einer Sicherungsverwahrung sprach die Kammer nicht aus, weil der Jugendliche bis zu einem Wegfall der Gefährlichkeit für die Allgemeinheit unbefristet in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Die Voraussetzungen für eine zusätzliche Sicherungsverwahrung sind damit nicht erfüllt.
W.Stewart--AT