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Razzien in Berlin und Nordrhein-Westfalen wegen Erpressung unter Geschäftspartnern
Wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung unter ehemaligen Geschäftspartnern sind Polizeibeamte am Mittwoch zu mehreren Razzien in Berlin und Nordrhein-Westfalen ausgerückt. Dabei wurden Wohnungen in mehreren Berliner Stadtteilen sowie in den nordrhein-westfälischen Städten Essen und Herford durchsucht, ebenso zwei Geschäftsadressen in Berlin und zwei Hafträume des offenen Vollzugs in Berlin, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der Bundeshauptstadt mitteilten.
Hintergrund ist laut Behörden ein Streit um mehrere Millionen zwischen ehemaligen Geschäftspartnern in der Immobilienbranche. 2019 soll ein 36-jähriger Tatverdächtiger einen 61-Jährigen aufgefordert haben, ihm seine Beteiligungen weit unter Wert zu verkaufen.
Als der Geschädigte dies ablehnte, soll der Beschuldigte ihn gemeinsam mit weiteren Verdächtigen unter Vorhalt einer Schusswaffe mit dem Tod bedroht haben. Außerdem soll dem 61-Jährigen gedroht worden sein, dass seine Familienmitglieder getötet werden und seine Tochter zur Prostitution gezwungen wird.
Schließlich soll der 61-Jährige nachgegeben und diverse Geschäftsanteile übertragen haben. Der wirtschaftliche Schaden soll bei drei Millionen Euro gelegen haben. Insgesamt wird gegen sechs Beschuldigte zwischen 30 und 56 Jahren wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung oder Beihilfe ermittelt.
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten elektronische Datenträger, Dokumente, Reizstoffsprühgeräte, Schlaghandschuhe sowie hochwertige Taschen und Schuhe. Im Berliner Stadtteil Lichtenrade sprengten sie den Angaben zufolge eine Wohnungstür auf, wodurch weitere Türen beschädigt wurden. Verletzt wurde niemand.
P.Smith--AT