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Mordprozess nach tödlicher Attacke auf junge Ukrainer in Oberhausen begonnen
Ein halbes Jahr nach dem tödlichen Messerangriff auf zwei junge Ukrainer im nordrhein-westfälischen Oberhausen müssen sich seit Montag vier Jugendliche vor dem Landgericht Essen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den heute 14- bis 16-jährigen Angeklagten Mord vor. Sie sollen die zwei Ukrainer aufgrund ihrer Herkunft attackiert und getötet haben. Die beiden 17 und 18 Jahre alten Todesopfer waren ukrainische Nationalbasketballspieler, die 2023 nach Deutschland geflohen waren.
Laut Anklage trafen die Angeklagten in einem Bus Richtung Oberhausener Hauptbahnhof auf die Ukrainer. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich die Angeklagten während der Busfahrt entschlossen, die beiden Ukrainer tödlich zu verletzen. Anlass für den Angriff war demnach die ukrainische Herkunft der beiden. Nach deren Herkunft soll sich einer der Angeklagten zuvor erkundigt haben.
Der plötzliche Angriff geschah laut Anklage beim Verlassen des Busses am Hauptbahnhof. Dabei sollen die Verdächtigen abwechselnd mit einem Schlagstock auf die Opfer eingeschlagen haben. Zwei der Angeklagten hätten dann in Absprache mit den anderen ihre Messer gezogen und den jungen Ukrainern tödliche Stichverletzungen in Bauch und Brust zugefügt.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten in dem Prozess zudem viele weitere Straftaten vor, die sie in wechselnder Besetzung seit Mai 2023 begangen haben sollen, darunter Raubüberfälle und Körperverletzungen. Verhandelt wird wegen des jungen Alters der Tatverdächtigen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Gericht setzte zunächst Verhandlungstage bis Ende November fest.
N.Walker--AT