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Fahrrad seit Corona deutlich weniger beliebt - E-Bike bleibt stabil
Deutlich weniger Menschen in Deutschland sehen im Fahrrad das Verkehrsmittel der Zukunft. Wie eine Umfrage im Auftrag der Versicherungsgruppe HUK-Coburg zeigt, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag, fanden 2021 noch 26 Prozent, dass das Fahrrad ihre persönlichen Anforderungen an die Mobilität der Zukunft am besten erfüllt, in diesem Jahr waren es nur noch 16 Prozent. Die Beliebtheit von E-Bikes blieb im gleichen Zeitraum allerdings stabil.
Im Gesamt-Ranking der Verkehrsmittel liegen Fahrräder insgesamt auch dank der E-Bikes weiterhin auf dem zweiten Platz - hinter dem Auto und vor dem Zu-Fuß-Gehen. Das Auto ist immer noch mit Abstand am beliebtesten, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Versicherungsgruppe zeigt.
Im Gegensatz zu den mit reiner Muskelkraft betriebenen Zweirädern blieben die Beliebtheitswerte beim E-Bike in den vergangenen Jahren weitgehend stabil bei um die zehn Prozent. Wie bedeutend das E-Bike bei der Bewertung als Verkehrsmittel der Zukunft inzwischen ist, zeigt laut HUK-Coburg das Beispiel Nordrhein-Westfalen: "Im bevölkerungsreichsten Bundesland wird als erstem Bundesland das E-Bike schon häufiger als ideales Verkehrsmittel der Zukunft gesehen (13 Prozent) als das herkömmliche Rad (12 Prozent)."
"In der Corona-Zeit haben eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten von Bussen und Bahnen die Beliebtheit des Fahrrads sehr stark befördert. Durch das E-Bike scheinen sich jedoch nachhaltig neue Zielgruppen geöffnet zu haben", erklärte Jörg Rheinländer, Vorstand der HUK-Coburg.
Zunehmend unbeliebt ist der Tritt in die Pedale der Umfrage nach bei jüngeren Menschen. Bei den unter 25-Jährigen sank der Anteil derjenigen, die im Fahrrad das Verkehrsmittel der Zukunft sehen, von 28 Prozent im Jahr 2021 auf nunmehr elf Prozent. Bei allen Befragten unter 40 Jahren halbierte sich der Anteil von 28 auf 14 Prozent. Bei den Menschen über 40 Jahren sank der Wert von 25 Prozent auf 16 Prozent.
Deutliche Unterschiede gibt es laut der Umfrage beim Fahrradfahren auch je nach Region. So sind die Menschen im Nordwesten in den vergangenen zwölf Monaten am häufigsten aufs Fahrrad umgestiegen: 21 Prozent der Hamburger, 20 Prozent der Schleswig-Holsteiner und 18 Prozent der Bremer erklärten, dass sie im Vergleich zur Zeit vor einem Jahr vermehrt Fahrrad fahren, egal ob mit oder ohne Elektromotor.
"Am anderen Ende des Rankings finden sich das Saarland mit nur acht Prozent, Rheinland-Pfalz mit zehn Prozent und Sachsen mit elf Prozent vermehrter Fahrradfahrer", erklärte die HUK-Coburg.
Für die Studie befragte Yougov online insgesamt 4101 Menschen ab 16 Jahren.
F.Wilson--AT