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Onlinedienst X geht rechtlich gegen Anti-Hass-Organisation vor
Das Online-Netzwerk Twitter, das in "X" umbenannt wurde, geht rechtlich gegen eine internationale Nichtregierungsorganisation vor, die gegen die Verbreitung von Hass, Rassismus und Homo-Feindlichkeit im Internet kämpft. X wirft dem Center for Countering Digital Hate (CCDH) vor, "fehlerhafte" Berichte über das Online-Netzwerk zu erstellen, die Anzeigenkunden vertreiben würden. Die Organisation habe sich zudem unrechtmäßig Daten des Online-Netzwerks verschafft, heißt es in der Anklageschrift.
Die britische Organisation CCDH, die eine Filiale in den USA hat, wirft Musk einen "Einschüchterungsversuch" vor. "Es ist offensichtlich ein Versuch, Kritiker zum Schweigen zu bringen", betonen die Anwälte von CCDH. "Die Studien des CCDH zeigen, dass Hass und Desinformation unter Musks Führung sich wie Waldbrände ausbreiten", betont die Organisation.
In ihren jüngsten Berichten zeigt das CCDH auf, dass das Online-Netzwerk Urheber von Hasskommentaren nicht nur ungestraft lässt, sondern deren Kommentaren durch entsprechende Algorithmen auch noch größere Aufmerksamkeit verschafft. Konkret zählte die Organisation etwa mehr als 1,7 Millionen Online-Kommentare, die Homosexuelle mit Pädophilen gleichsetzen.
Der umstrittene Geschäftsmann Musk hatte Twitter im vergangenen Oktober für 44 Milliarden Dollar gekauft und seitdem den Umbau des Unternehmens vorangetrieben. Er führte neue Gebühren ein, fuhr die Moderation der dort verbreiteten Inhalte herunter und schaltete zuvor stillgelegte Twitter-Konten umstrittener Nutzer wieder frei, unter anderem von Ex-US-Präsident Donald Trump. Ende Juli änderte Musk den Namen von Twitter in X.
M.King--AT