-
Trump postete höchstwahrscheinlich KI-retuschiertes Bild von Xis Staatsbesuch
-
Klub-WM: Füchse Berlin erledigen erste Pflichtaufgabe
-
Cambridge-Analytica-Skandal: Facebook-Mutter Meta unterliegt vor US-Gericht
-
EM-Countdown: DHB-Frauen gewinnen ersten Test in Spanien
-
Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht
-
Putin: Russland bereitet sich nicht auf "irgendeine Art von Kampf mit Europa" vor
-
UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien "auf das Schärfste"
-
Berlin: Linke stimmt auf Parteitag für Sondierungen mit Grünen und SPD
-
Schwere Kämpfe zwischen Tigray-Rebellen und Armee - Internetausfall in Nordäthiopien
-
Libanons Regierungschef Salam warnt vor "Vakuum" nach Abzug von UN-Friedensmission
-
"Zerstörende Dimension erreicht": Berliner Linke weist Antisemitismusvorwurf zurück
-
US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten
-
Trump nennt Gipfel mit Xi erfolgreich und sieht Konsens bei "Superintelligenz"
-
UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien
-
Russland: Politikwissenschaftler Kynew wegen Drogenvorwürfen festgenommen
-
Münchner Migrationskonferenz: Pläne für Frontex-Ausbau zu "Rückführungsagentur"
-
Selenskyj: USA erlauben Ukraine Herstellung von Patriot-Abwehrraketen
-
"Paradies der Maschinen": Papst Leo XIV. warnt vor KI-Auswüchsen
-
Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris
-
Pistorius würdigt in Ungarn "Neustart" in den bilateralen Beziehungen
-
Medien: Manchester City in 114 Anklagepunkten schuldig
-
Davidstern aus NS-Gedenkort in Chemnitz gestohlen und Schautafel beschädigt
-
Besuch bei Unesco: Papst Leo XIV. warnt vor Risiken der KI
-
Scharfe Kritik an Stopp von Stolpersteinen in sächsischem Heidenau
-
Trump nennt Gipfel mit Xi "produktiv" und sieht Konsens bei "Superintelligenz"
-
17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober
-
Tankrabatt kommt zum 1. Oktober: Gesetz passiert Parlament
-
CDU-Politiker Reddig warnt vor verwässerter Rentenreform - und droht mit Nein
-
Langjähriger ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper gestorben
-
Formel 1: Russell holt Pole in Baku - Antonelli nur 16.
-
Friedensorganisation: Bundesregierung konterkariert Ziel einer atomwaffenfreien Welt
-
Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt
-
Rummenigge hat nicht für Eberls Vertragsverlängerung gestimmt
-
Mehr als hunderttausend Studierende warten auf Wohnheimplätze in Deutschland
-
Nach US-Sanktionsdrohungen: Flughafen im irakischen Nadschaf stoppt alle Iran-Flüge
-
Zverevs Chancen steigen: Sinner sagt für Peking ab
-
Bundestag macht Weg für erneuten Tankrabatt frei
-
Zentralratspräsident Schuster für Prüfung der Beobachtung der Berliner Linken
-
Betrug mit Netz für Handwerksdienstleistungen: Bewährungsstrafe für Mann in Bayern
-
Papst Leo XIV. beginnt Frankreichbesuch mit Warnung vor "Wettrüsten"
-
Karlsruhe befasst sich mit Ausschluss von Abgeordnetem aus AfD-Bundestagsfraktion
-
Papst Leo XIV. warnt in Frankreich vor "Wettrüsten"
-
US-Regierung unterstützt Musk im Streit mit der EU über Millionenstrafe gegen X
-
Selenskyj: Trump gibt grünes Licht für Herstellung von Patriot-Raketen in Ukraine
-
Papst bedankt sich bei Macron und Bauleuten für Wiederaufbau von Notre-Dame
-
Kreml: EU-Sanktionen gegen Journalistin Fedorova sind "rechtswidrig"
-
Niedersachsen: AfD wählt Fraktionschef Wichmann zu Spitzenkandidat für Landtagswahl
-
Seniorin aus Frust erstochen: Lebenslage Haft für 56-Jährigen in Aachen
-
19-Jähriger soll im Saarland Frau erstochen haben - Festnahme
-
Pfefferspray in Schule in Berlin versprüht: Unterrichtsausschluss rechtens
Erleichterte Eva Kaili verlässt belgisches Gefängnis
Die Erleichterung stand Eva Kaili ins Gesicht geschrieben: Die 44-jährige Griechin, die als Gesicht des Korruptionsskandals um das Europaparlament gilt, ist am Freitag nach gut vier Monaten aus einem Brüsseler Gefängnis freigekommen. Bis zu einem möglichen Prozess muss die abgesetzte Parlaments-Vizepräsidentin in ihrer Wohnung in Hausarrest bleiben und wird mit einer elektronischen Fußfessel überwacht.
"Meine Tochter wartet auf mich, und ich bin sehr glücklich, dass ich sie wiedersehen kann", sagte die strahlende Kaili zu den vor ihrem Haus wartenden Journalisten über das Wiedersehen mit ihrem zweijährigen Kind. Sie sprach zunächst in ihrer Muttersprache Griechisch und fügte dann ein paar Sätze auf Englisch hinzu.
"Der Kampf geht weiter", betonte Kaili, die die Korruptionsvorwürfe der belgischen Justiz seit ihrer Festnahme im Dezember bestreitet. Die Ermittler werfen der früheren Fernsehmoderatorin vor, Geschenke und Schmiergeld aus Katar angenommen zu haben.
Kaili fuhr auf dem Rücksitz eines schwarzen Mercedes vor ihrer Wohnung unweit des Europaparlaments in Brüssel vor und ließ für die Journalisten kurz die getönte Seitenscheibe herunter. "Wir sprechen uns bald wieder", versprach sie. Kurz zuvor hatte Kaili die Haftanstalt von Haren im Norden von Brüssel verlassen.
Die Griechin steht im Zentrum des Korruptionsskandals, der im Dezember europaweit Schockwellen ausgelöst hatte. Der "unglaubliche Vorfall" müsse "mit der vollen Härte des Gesetzes" aufgeklärt werden, forderte etwa Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne).
Im Zuge der Ermittlungen waren die Griechin, ihr Lebensgefährte Francesco Giorgi und weitere Verdächtige Anfang Dezember festgenommen worden. Bei Kaili fanden die Ermittler nach eigenen Angaben Taschen voller Bargeld. Insgesamt stellten die Ermittler bei Durchsuchungen 1,5 Millionen Euro sicher. Das Europaparlament setzte Kaili nach Bekanntwerden der Affäre Mitte Dezember als Vizepräsidentin ab. Sie verlor zudem das Abgeordnetenmandat ihrer sozialistischen Partei Pasok in Griechenland.
In ihrer Heimat ist Kaili seit zwei Jahrzehnten ein bekanntes Gesicht. Ab 2004 präsentierte die TV-Journalistin Nachrichten bei dem Privatsender Mega. Mit nur 29 Jahren wurde sie 2007 ins griechische Parlament gewählt. Seit 2014 saß sie im EU-Parlament.
Kaili war im EU-Parlament Teil der Delegation, die die Beziehungen zur arabischen Halbinsel ausbauen sollte. Kurz vor der Fußballweltmeisterschaft in Katar im vergangenen November und Dezember reiste sie in das Land, das wegen Menschenrechtsverstößen und Todesfällen auf den WM-Baustellen in der Kritik steht. Kurz nach Turnierbeginn lobte Kaili im EU-Parlament, die WM sei "ein konkreter Beweis dafür, wie Sportdiplomatie zu einer historischen Transformation eines Landes führen kann, dessen Reformen die arabische Welt inspiriert haben".
Mit Kaili befinden sich nun alle fünf in dem Skandal Beschuldigten in Hausarrest. Die belgische Justiz wirft ihnen Korruption, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor. Neben Katar soll auch Marokko versucht haben, mit Geldgeschenken die EU-Politik zu beeinflussen. Beide Länder weisen die Vorwürfe zurück.
Als Schlüsselfigur in dem Skandal gilt der Italiener Pier Antonio Panzeri. Er hat sich bereit erklärt, als Kronzeuge mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. Der frühere Europaabgeordnete steht im Verdacht, im Interesse Katars und Marokkos ein korruptes Netzwerk mit Politikern und Gewerkschaftern betrieben zu haben. Einen Termin für einen möglichen Prozess gibt es noch nicht.
Ch.P.Lewis--AT