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Vier Tote durch Tropensturm "Gabrielle" in Neuseeland
In Neuseeland sind durch den Tropensturm "Gabrielle" mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 10.000 Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen, wie das Katastrophenschutzministerium am Mittwoch mitteilte. Unter den Opfern waren ein Kind, das an der Ostküste der neuseeländischen Nordinsel offenbar von den Wassermassen mitgerissen worden war, sowie ein Feuerwehrmann, der bei Rettungsarbeiten in Auckland starb.
"Gabrielle" hatte am Montag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern auf Neuseelands Nordinsel gewütet. Der Zyklon brachte heftige Regenfälle und bis zu elf Meter hohe Wellen mit sich. Auch am Dienstag gab es heftige Stürme. Am Mittwoch war nach Angaben der Behörden das Schlimmste zwar offenbar überstanden, "aber wir sind noch nicht außer Gefahr".
140.000 Menschen waren am Mittwoch laut Katastrophenschutzministerium weiterhin ohne Strom. In der Region Hawke's Bay waren Militärhubschrauber im Einsatz, um Bewohner von den Dächern ihrer Häuser zu retten. "In einigen Fällen reichte das Wasser bis zum zweiten Stockwerk der Häuser", sagte ein Armeesprecher.
Wegen "Gabrielle" hatte Neuseelands Regierung am Dienstag den Nationalen Notstand ausgerufen. Dieser war zuvor erst zweimal verhängt worden: Beim Massaker von Christchurch 2019 mit mehr als 50 Toten sowie wegen der Corona-Pandemie. Regierungschef Chris Hipkins bezeichnete den Zyklon als "schwerwiegendstes Wetterereignis" in Neuseeland in diesem Jahrhundert.
J.Gomez--AT