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Zahl der Erdbebenopfer auf mehr als 35.000 gestiegen
Eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf mehr als 35.000 gestiegen. Während die Rettungsarbeiten in einigen türkischen Landkreisen nach Behördenangaben bereits eingestellt wurden, bargen Helfer laut Medienberichten bis Montagfrüh noch sieben weitere Menschen lebend aus den Trümmern, darunter ein dreijähriges Kind. Deutsche Rettungsteams wurden am Montagmorgen wieder in Deutschland zurück erwartet.
Nach Behördenangaben wurden bis Montagvormittag insgesamt mehr als 35.000 Todesopfer geborgen, davon rund 31.600 in der Türkei und rund 3600 in Syrien. Laut dem türkischen Vizepräsidenten Fuat Oktay zerstörte oder beschädigte das Beben in der Türkei 108.000 Gebäude. 1,2 Millionen Menschen seien in Studentenwohnheimen untergebracht und weitere 400.000 in Unterkünfte in anderen Landesteilen gebracht worden. In Kahramanmaras nahe dem Epizentrum des Bebens wurden laut Regierung 30.000 Zelte aufgestellt, 48.000 Menschen übernachten in Schulen und weitere 11.500 in Turnhallen.
Eine Woche nach dem Erdbeben wird nach Angaben der Bundesregierung eine einstellige Zahl deutscher Staatsbürger in der Katastrophenregion weiter vermisst. Es müsse davon ausgegangen werden, dass unter "den zahlreichen Todesopfern natürlich auch einige deutsche Staatsangehörige sind", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.
Während hunderte Rettungsteams weiter im Einsatz sind, wurden die Rettungsarbeiten in sieben Teilen der Provinz Kahramanmaras laut Innenminister Süleyman Soylu eingestellt. Ein 50-köpfiges Team des Technischen Hilfswerks (THW) sowie Such- und Rettungseinheiten der Hilfsorganisationen Isar Germany und Bundesverband Rettungshunde sollten am Montagabend auf dem Flughafen Köln/Bonn landen.
In der Stadt Antakya begannen bereits Aufräumarbeiten. Arbeiter stellten behelfsmäßige Toiletten auf, das Telefonnetz funktionierte in Teilen der Stadt wieder, wie ein AFP-Reporter berichtete. Polizei- und Armeeeinheiten patrouillierten, nachdem es am Wochenende einzelne Plünderungen gegeben hatte. Das Beben der Stärke 7,8 hatte am vergangenen Montag das türkisch-syrische Grenzgebiet erschüttert.
M.O.Allen--AT