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Bundespolizei unterbindet Reise deutscher Rechtsextremisten nach Ungarn
Die Bundespolizei hat die Reise von mehreren deutschen Rechtsextremisten zu einem Aktionstag des berüchtigten Neonazinetzwerks Blood & Honour in Ungarn unterbunden. Sie untersagte nach Angaben vom Montag in den vergangenen Tagen am Frankfurter Flughafen die Ausreise von fünf Männern und einer Frau im Alter zwischen 29 und 46 Jahren, die zur rechtsextremen Szene gehören und laut polizeilichen Erkenntnissen in Ungarn am "Tag der Ehre" teilnehmen wollten.
Dabei handelt es sich nach Angaben der Bundespolizei um eine Veranstaltung zur Erinnerung an die Belagerung der ungarischen Hauptstadt Budapest durch die sowjetische Rote Armee während des Zweiten Weltkriegs. Sie wird durch das in Deutschland verbotene Netzwerk Blood & Honour organisiert und dient der rechtsextremistischen Szene zur Vernetzung sowie Ideologieverbreitung.
Die Veranstaltung fand demnach von Freitag bis Sonntag statt. Die insgesamt sechs Rechtsextremisten aus Deutschland wurden am Donnerstag und Freitag am Flughafen in Frankfurt aufgehalten. Bei Durchsuchungen fanden sich demnach "szenetypische Kleidungsstücke und Abzeichen". Ihnen wurde eine Ausreise untersagt. Zudem erhielten die Rechtsextremisten die Auflage, sich bis Sonntag täglich bei Polizeidienststellen an ihren Wohnorten zu melden.
O.Ortiz--AT