Arizona Tribune - Herbstverkehr: Wildwechsel, Nebel und nasses Laub erhöhen Unfallrisiko

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Herbstverkehr: Wildwechsel, Nebel und nasses Laub erhöhen Unfallrisiko
Herbstverkehr: Wildwechsel, Nebel und nasses Laub erhöhen Unfallrisiko

Herbstverkehr: Wildwechsel, Nebel und nasses Laub erhöhen Unfallrisiko

Autofahrer müssen im Herbst besonders mit Wildwechsel, schlechter Sicht und rutschigen Straßen rechnen. 2024 meldeten Versicherer mehr als 276.000 Wildunfälle.

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Im Herbst steigt auf deutschen Straßen das Risiko durch Wildwechsel, Nebel und nasses Laub. Nach den jüngsten verfügbaren Zahlen meldeten Versicherte 2024 mehr als 276.000 Wildunfälle, im Durchschnitt etwa 750 pro Tag. Besonders häufig sind Kollisionen im April und Mai sowie zwischen Oktober und Dezember.

Die größte Gefahr besteht in der Morgen- und Abenddämmerung, nachts, bei Nebel und an Straßen entlang von Wäldern, Feldern und Wiesen. Die Zeitumstellung Ende Oktober verschiebt den Berufsverkehr in die Aktivitätszeiten vieler Tiere. Im Herbst sind vor allem Hirsche während der Brunft unterwegs; im Frühjahr steigt das Risiko durch Wildschweinrotten mit Frischlingen.

Fahrer sollten an gefährdeten Abschnitten die Geschwindigkeit reduzieren. Laut ADAC beträgt der Bremsweg bei einer Gefahrenbremsung aus Tempo 60 etwa 35 Meter, aus Tempo 100 fast 80 Meter. Taucht Wild auf, gilt: Fernlicht abblenden, kontrolliert bremsen, hupen und in der Spur bleiben. Riskante Ausweichmanöver können schwerere Unfälle verursachen. Häufig folgen weitere Tiere.

Nach einer Kollision muss die Unfallstelle gesichert und die Polizei verständigt werden. In vielen Bundesländern ist zusätzlich ein Jäger zu informieren. Verletzte oder tote Tiere dürfen nicht mitgenommen werden; ihre Bergung ist Sache von Förstern oder Jagdpächtern. Das Mitnehmen kann als Wilderei verfolgt werden.

Für die Versicherung sollten Schäden fotografiert und eine Wildunfallbescheinigung verlangt werden. Teil- und Vollkasko decken üblicherweise Zusammenstöße mit Haarwild wie Reh, Wildschwein oder Fuchs. Manche Tarife erfassen alle Tierarten. Ist ein Zusammenhang mit Wild nicht nachweisbar, kann die Vollkasko greifen, allerdings mit möglicher Rückstufung. 2024 zahlten Versicherer im Mittel 4100 Euro je Wildunfall.

Nasse Blätter verlängern den Bremsweg und beeinträchtigen abrupte Lenkbewegungen. Empfohlen sind vorausschauendes Fahren, angepasste Geschwindigkeit und größerer Abstand. Bei dichtem Nebel ist Abblendlicht erforderlich. Liegt die Sicht unter 50 Metern, gilt höchstens Tempo 50; nur dann dürfen Nebelschlussleuchten eingeschaltet werden.

D.Lopez--AT