-
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit nach Lungen-OP aus Krankenhaus entlassen
-
Prien verteidigt geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss - Kritik hält an
-
Neue Runde von israelisch-libanesischen Gesprächen in Rom begonnen
-
Zwei Monate nach Angriff durch entlaufenen Tiger in Sachsen: 72-Jähriger gestorben
-
Schäden durch Hagel und Starkregen im Norden - weitere Unwetter erwartet
-
Umfrage: Düstere Stimmung bei Einzelhändlern
-
Gedenken in Nizza am zehnten Jahrestag des Lkw-Anschlags mit 86 Toten
-
ADAC sieht deutliche Verschlechterung bei Rastplätzen an Autobahnen
-
Merz und Selenskyj verfolgen die bislang größte Militärparade zum französischen Nationalfeiertag
-
Verband: Umsatz mit Produkten aus fairem Handel erreicht 2025 Höchstwert
-
Burnham als Nachfolger von Starmer als Parteichef und britischer Premier gesetzt
-
Betrug mit Angelurlauben in Norwegen: Durchsuchungen in Sachsen und Niedersachsen
-
Auto gerät in Oberbayern in Gegenverkehr - drei Tote
-
69-Jähriger bei Arbeitsunfall in Bayern von Strohballen erschlagen
-
Medienaufsicht: KI-Nachrichtenangebote fallen unter Regeln für Medien
-
Merz bei großer Militärparade zum Nationalfeiertag in Paris
-
Verbände kritisieren massive Nachteile für Kinder von Geflüchteten
-
Hagel und geflutete Keller sowie umgestürzte Bäume: Unwetterschäden im Norden
-
Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Serienvergewaltiger
-
Kosten für pflegebedürftige Menschen in Heimen erneut gestiegen
-
Schleswig-Holstein: Baby kommt auf Autobahnrastplatz zur Welt
-
Extremtemperaturen Ende Juni in Deutschland forderten rund 7100 Hitzetote
-
Prien verteidigt geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss
-
Chinesische Exporte im Juni stärker gestiegen als erwartet
-
Erfolgreiche Chip-Hersteller: Südkorea hebt Wachstumsprognose um einen Prozentpunkt
-
Nach Wurf von Pflasterstein aus Hochhaus in Kiel: DNA-Reihenuntersuchung
-
US-Regierung zahlt dutzende Milliarden an Zollgebühren an Unternehmen zurück
-
Tödlicher ICE-Einsatz in Maine: Erschossener Kolumbianer offenbar nicht Zielperson
-
USA greifen erneut Ziele im Iran an und wollen Blockade iranischer Häfen wieder aufnehmen
-
Elfmeter-Duell mit Messi? Pickford: "Wird es durchziehen"
-
Degenkolb zur Tour-Hitze: "Wie in der Wüste"
-
Trump stutzt Naturschutzgebiete im Bundesstaat Utah um 90 Prozent
-
Neue Runde von libanesisch-israelischen Gesprächen beginnt in Rom
-
Merz und weitere Staats- und Regierungschefs bei Militärparade in Paris
-
Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gedenken Flutkatastrophe vor fünf Jahren
-
Großbritannien: Burnham uneinholbar vorne in Verfahren um Starmer-Nachfolge
-
Fünf Jahre Ahrtal-Katastrophe: Caritas für Neuaufstellung von Katastrophenschutz
-
US-Armee startet neue Angriffswelle gegen den Iran
-
75-Jährige in Bayern wegen Totschlags an 79-jährigem Mann in Untersuchungshaft
-
Kolumbianer erschossen: Zweiter Toter bei ICE-Einsatz binnen einer Woche
-
US-Armee: Blockade iranischer Häfen beginnt am Dienstagabend
-
Trump kündigt "Rede an die Nation" für Donnerstag an
-
Europäische Schutztruppe plant baldige Manöver in Nachbarstaaten der Ukraine
-
Intel investiert weitere fünf Milliarden Euro in Irland
-
Europäische Schutztruppe plant Übungen in Nachbarstaaten der Ukraine
-
"Feste Überzeugung": Kessler rechnet mit El Malas Verbleib
-
Einsturz in Novi Sad: Prozess gegen serbischen Ex-Bauminister wieder aufgenommen
-
Straße von Hormus: Trump kündigt erneute Blockade iranischer Häfen und Abgabe an
-
Zwölf US-Bundesstaaten klagen gegen Übernahme von Warner Bros. durch Paramount
-
Ungarisches Parlament stimmt für Verfassungsänderung zur Absetzung des Präsidenten
"Ampel" ermöglicht Bürgergeld-Kompromiss durch Zugeständnisse an Union
Mit deutlichen Zugeständnissen an die Union will die Ampel-Koalition ihre Sozialreform zur Ablösung des Hartz-IV-Systems retten. Beide Seiten einigten sich am Dienstag auf einen Kompromiss, der die Einführung des neuen Bürgergelds zum Jahreswechsel ermöglichen soll - mit erheblichen Änderungen an den Koalitionsplänen. Die Union setzte sich mit ihrem Widerstand gegen geplante Erleichterungen für Bezieherinnen und Bezieher durch: Es soll schärfere Sanktionsmöglichkeiten und weniger Schonvermögen geben.
Für den Kompromiss, der dem Bundesrat am Freitag die Zustimmung zu der Reform ermöglichen soll, musste die Koalition eines ihrer Kernvorhaben opfern: die so genannte Vertrauenszeit, welche die Bezieherinnen und Bezieher in den ersten sechs Monaten weitgehend vor Sanktionen hätte schützen sollen. Zudem soll das so genannte Schonvermögen, das beim Bezug unangetastet bleiben soll, nun deutlich niedriger ausfallen. Auch die Karenzzeit für Schonvermögen und Angemessenheit der Wohnung wird verkürzt.
Das SPD-geführte Bundesarbeitsministerium leitete dem Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat einen entsprechenden Entwurf zu, den das Gremium am Mittwochabend billigen soll. Danach könnte die das Bürgergeld-Gesetz am Freitag abschließend von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden.
Die ursprüngliche Fassung war vergangene Woche im Bundesrat am Widerstand der unionsregierten Länder gescheitert. Daraufhin hatte eine Arbeitsgruppe aus Koalition und Opposition Gespräche über einen Kompromiss aufgenommen.
"Die Koalition war sehr schnell und - zu meiner Überraschung - sehr weitgehend bereit, hier Kompromisse zu machen", sagte Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) zu den Verhandlungen. Als größten Erfolg der Union wertete er den Verzicht auf die "Vertrauenszeit". CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte, bei Vertrauenszeit, Karenzzeit und Schonvermögen habe die Union "substanzielle Änderungen erreicht".
Das vorgesehene Schonvermögen soll dem Kompromiss zufolge gegenüber den Ampel-Plänen von 60.000 Euro auf 40.000 Euro verringert werden. Für jedes weitere Haushaltsmitglied sind es demnach nun 15.000 Euro, geplant hatte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) 30.000 Euro. Die so genannte Karenzzeit beim Schonvermögen wie auch der Prüfung der Angemessenheit der Wohnung soll nun nur noch zwölf statt 24 Monate betragen.
CDU-Chef Merz sagte, die Reform werde durch Einwirkung der Union "nicht mehr dem Inhalt nach das Bürgergeld sein, das die Koalition ursprünglich geplant hatte". Koalitionsvertreter betonten hingegen, der Kernbestand der Reform bleibe gewahrt - die Reaktion der Koalitionsparteien auf den Kompromiss fielen allerdings unterschiedlich aus.
FDP-Fraktionschef Christian Dürr sagte zu AFP, seine Partei sei "immer offen" für mehr Sanktionsmöglichkeiten gewesen. Das "Herzstück des Bürgergelds" bleibe gewahrt -nämlich die "Stärkung der Arbeitsanreize". Der Kompromiss sei "sehr gut".
Den Grünen bereiteten die Zugeständnisse hingegen größere Schmerzen. "Wir haben auf die Vertrauenszeit verzichtet, um einen gemeinsamen Kompromiss und Mehrheiten im Vermittlungsausschuss zu finden", sagte ihre Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann. "Ich bedaure das sehr."
SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast sprach von einem "tragfähigen Kompromiss im Sinne der Sache". Er erlaube weiter einen "Kulturwandel" gegenüber dem Hartz-IV-System. Es gehe darum, Menschen im Bürgergeld besser und dauerhafter zu qualifizieren und in langfristige Jobs zu bringen. Dass der sogenannte Vermittlungsvorrang - also die Pflicht zur Annahme eines Jobs - abgeschafft werde, sei einer der ganz wichtigen Punkte.
Als "absolut enttäuschend" kritisierte hingegen der Paritätische Wohlfahrtsverband den Kompromiss. Es gebe zwar "neue Akzente Richtung Bildung und Weiterbildung", erklärte er. Ansonsten gelte aber: "Hartz IV bleibt Hartz IV."Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt den Kompromiss hingegen, weil er mehr Sicherheit schaffe und Solidarität stärke.
Der Arbeitgeberverband BDA begrüßte die von der Union durchgesetzten Änderungen: "Damit kann das bewährte Prinzip des Förderns und Forderns in der Arbeitsmarktpolitik wieder stärker in den Blick genommen werden."
R.Chavez--AT