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Rund 790.000 beteiligen sich an bundesweitem Vorlesetag
Am bundesweiten Vorlesetag haben sich in diesem Jahr fast 790.000 Menschen als Zuhörer oder Vorleser beteiligt. Auch Schauspieler wie Natalia Avelon, Sportler wie die Fußball-Nationalspielerin Pia-Sophie Wolter sowie Politiker wie Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) und zahlreiche Ministerpräsidenten lasen Kindern am Freitag vor, wie die Initiatoren mitteilten. Ziel ist es, mehr Kinder für Bücher und Geschichten zu begeistern.
"Die Fähigkeit, fließend zu lesen, entscheidet wie keine andere Grundfertigkeit über den gesamten weiteren Bildungs- und damit auch Lebensweg", schrieb Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) im Kurzbotschaftendienst Twitter.
"Vier von zehn Kindern wird selten oder nie vorgelesen, das ist das Ergebnis des Vorlesemonitors 2022", erklärte Bahn-Chef Richard Lutz. Der Vorlesetag solle deutlich machen, wie wichtig es sei, "Kindern regelmäßig vorzulesen und sie damit auf ihrem zukünftigen Lebens- und Bildungsweg zu unterstützen".
Auch Jörg Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, betonte, Vorlesen eröffne Kindern die Welt der Geschichten und lege "wie keine andere Aktivität den Grundstein für Bildung und Zukunftschancen".
Der Vorlesetag findet bereits seit 2004 auf Initiative der Wochenzeitung "Die Zeit", der Stiftung Lesen und der Deutsche-Bahn-Stiftung statt. In diesem Jahr stand das Lesefest unter dem Motto "Gemeinsam einzigartig" und unterstrich damit die Vielfalt der Gesellschaft.
Die Leseaktionen fanden unter anderem in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken und Museen statt. Außerdem gab es ein digitales Vorlesefestival, bei dem Moderatorinnen und Schauspieler Geschichten digital zum Leben erweckten.
W.Stewart--AT