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Netznutzungsentgelte für Strom und Gas dürften nächstes Jahr deutlich steigen
Die Energiepreise für Verbraucherinnen und Verbraucher werden sich nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox im kommenden Jahr durch einen Anstieg der sogenannten Netznutzungsentgelte weiter verteuern. Wie Verivox am Freitag in Heidelberg mitteilte, dürften sich die Netznutzungsentgelte für Strom und Gas im Schnitt um knapp 20 Prozent erhöhen. Die Mehrkosten für einen Musterhaushalt würden demnach um annähernd 120 Euro im Jahr steigen.
So berechnete Verivox in seiner Analyse, die auf der Basis der vorläufigen Netznutzungsentgelte erstellt wurde, für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden Strom im Jahr einen Preisanstieg von 57 Euro. Für einen Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas würden die Gas-Netznutzungsgebühren im kommenden Jahr um 61 Euro steigen.
Dem Verbrauchsportal zufolge handelt es sich dabei allerdings nur um bundesweite grobe Durchschnittswerte. Regional werde die Erhöhung der Netzgebühren für Strom und Gas sehr unterschiedlich ausfallen, erklärte Verivox. So ermittelte es für Hamburg einen Anstieg der Gasnetzentgelte um 44 Prozent, während in Hessen Steigerungen von 14 Prozent zu erwarten seien. Bei Stromnetzentgelten droht demnach in Brandenburg ein Plus von 43 Prozent, in Bremen nur um sieben Prozent.
Netznutzungsentgelte decken die Kosten für den Betrieb und den Ausbau der Strom- und Gasnetze. Sie werden von den Verbrauchern gemeinsam getragen und sind Teil der Energieabrechnungen der Versorger. Verivox stützte sich nach eigenen Angaben auf die Höhe der vorläufigen Netzentgelte für 2023, die von den Netzbetreiber bis Mitte Oktober bereits veröffentlicht worden waren.
Bereits am Mittwoch hatte das Vergleichsportal Check24 eine ähnliche Prognose veröffentlicht. Demnach ist im kommenden Jahr im bundesweiten Schnitt bei den Strom- und Gasnetzentgelten mit einem Anstieg um etwa 20 Prozent zu rechnen. Im Osten würden die jeweils regional erhobenen Netzentgelte voraussichtlich stärker steigen als im Westen, teilte Check24 mit. Die Auswertung war demnach vorläufig, da noch nicht alle Betreiber Berechnungen vorgelegt hätten.
E.Rodriguez--AT