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Britische Zentralbank erhöht Leitzins weiter und verkündet beginnende Rezession
Die britische Zentralbank hat ihren zentralen Leitzinssatz um weitere 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 2,25 Prozent erhöht und den Beginn einer Rezession verkündet. Im dritten Quartal werde erneut mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent gerechnet, erklärte die Bank of England am Donnerstag. Wirtschaftlicher Abschwung in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gilt allgemein als beginnende Rezession.
Beim Ausmaß der Leitzinserhöhung herrschte im zuständigen Ausschuss der Bank of England keine Einigkeit: Die 0,5 Prozentpunkte seien mit einer knappen Mehrheit von fünf der neun Mitglieder beschlossen worden, erklärte die Bank. Die Zentralbanker gehen demnach davon aus, dass die Inflation im Oktober mit knapp elf Prozent ihren Höchststand erreichen wird. Zuvor war mit 13 Prozent gerechnet worden.
Am Mittwoch hatte die US-Notenbank Fed eine Leitzinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte verkündet. Am Donnerstag folgte auch die Schweiz, wo die Zentralbank mit einer Erhöhung von ebenfalls 0,75 Prozentpunkten eine siebenjährige Phase negativer Zinsen beendete. Im internationalen Vergleich fällt die Inflation in der Schweiz mit zuletzt 3,5 Prozent weniger stark aus.
Die norwegische Zentralbank erhöhte ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent und kündigte an, dass er "höchstwahrscheinlich" im November weiter angehoben werde. Auch in Norwegen liegt die Teuerungsrate mit 6,5 Prozent noch deutlich unter EU- oder US-Niveau.
P.Hernandez--AT