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Trump: "Negative Kräfte" hinter Forderungen nach Drosselung von KI-Entwicklung
US-Präsident Donald Trump hat Forderungen nach einer Drosselung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) wegen Sicherheitsbedenken zurückgewiesen. Hinter derartigen Forderungen stünden "negative Kräfte", sagte Trump am Sonntag während seines Besuchs in Irland.
Angesichts der deutlichen Warnungen vor Gefahren für die Menschheit durch KI hatte der Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, zu einer Verlangsamung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz aufgerufen. Unterstützung erhielt er vom Chef des Konkurrenzunternehmens OpenAI, Sam Altman, und dem Techunternehmer Elon Musk.
Aus seiner Sicht gebe es "viele negative Kräfte, die das zur Sprache bringen, obwohl sie es nicht sollten", sagte Trump in Irland. "Sie bringen Dinge zur Sprache, die nicht passieren werden", fügte der US-Präsident hinzu, der als großer Anhänger der Künstlichen Intelligenz gilt.
Der Mehrheitsführer von Trumps Republikanern im US-Repräsentantenhaus, Mike Johnson, warnte ebenfalls vor einer vorschnellen Regulierung. Das Wettrennen mit China bei der Entwicklung von KI zu verlieren, wäre "eine Bedrohung für jeden einzelnen Amerikaner", sagte er am Sonntag im US-Sender CNN.
Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett räumte zwar Risiken durch außer Kontrolle geratene KI-Systeme ein. Das "weitaus größere Risiko" bestehe aber darin, "dass ein böswilliger Akteur Zugang zu einer KI hat, die besser ist als die, über die wir verfügen, um uns zu schützen", sagte der Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrates im Weißen Haus.
Johnson warnte davor, in Panik zu geraten. Es müsse darum gehen, "verantwortungsvoll" mit der neuen Technologie umzugehen, "ohne dabei die amerikanische Innovationskraft zu ersticken." Johnson forderte ein Treffen mit führenden KI-Entwicklern im Kongress, um über eine gute Regulierung zu beraten. "Ich würde es morgen machen", sagte Johnson.
Politiker der oppositionellen Demokraten hatten zuvor gefordert, eine geplante Sitzungspause im Oktober abzusagen, damit die Abgeordneten an Gesetzentwürfen zur KI-Sicherheit arbeiten können. Der Fraktionsvorsitzende der Demokraten im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, sagte im Sender ABC, die bestehenden Herausforderungen müssten "dringend" angegangen werden. Die Republikaner lehnten ihre Verantwortung aber leider ab.
Politiker vom linken Flügel der Demokratischen Partei wie der Abgeordnete Ro Khanna aus Kalifornien fordern sogar, die KI-Entwicklung komplett auf Eis zu legen. Anthropic-Chef Amodei gehe mit seiner Forderung nach einer Verlangsamung "bei weitem nicht weit genug", schrieb Khanna im Onlinedienst X.
R.Chavez--AT