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Selenskyj warnt Airlines in russischem Luftraum - Putin brandmarkt "Staatsterrorismus"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Warnung an Fluggesellschaften, Versicherungsunternehmen und Passagiere ausgesprochen, die den russischen Luftraum nutzen. "In Russlands Luftraum werden sich Drohnen in einem Ausmaß befinden, das berücksichtigt werden muss", erklärte Selenskyj am Dienstag in seiner abendlichen Videobotschaft in Onlinediensten. "Die sicheren Tage im russischen Luftraum sind vorbei", fügte er hinzu. Russlands Präsident Wladimir Putin brandmarkte Selenskyjs Worte daraufhin als "Staatsterrorismus".
"Die Ukraine will nicht, dass unschuldige Menschen ihr Leben verlieren", sagte Selenskyj weiter. Daher würden die Verbündeten seines Landes gewarnt. Die Ukraine bedroht die zivile Luftfahrt "nicht als solche - kein einziges ziviles Flugzeug".
Ein "von Drohnen wimmelnder Luftraum" sei allerdings "kein Ort für die zivile Luftfahrt", fügte der ukrainische Staatschef hinzu. Der Luftraum über Russland jedoch sei "derzeit den Drohnen vorbehalten ... solange der Krieg andauert".
Mehr als vier Jahre nach Beginn seines Angriffskriegs überzieht Russland das Nachbarland unvermindert mit Angriffen. Dabei setzt die russische Armee vor allem ballistische Raketen ein, die Kiew wegen Munitionsmangels für seine Luftabwehrsysteme nur schwer abfangen kann.
Die Ukraine hatte zuletzt ihre Gegenangriffe auf die russische Infrastruktur verstärkt, darunter Raffinerien, Öldepots und Häfen. Kiew sieht diese Anlagen als legitime Ziele, um die Einnahmen Russlands aus dem Ölgeschäft zur Finanzierung seines Krieges in der Ukraine zu reduzieren.
Bei den jüngsten russischen Angriffen waren zuletzt in der Nacht zu Dienstag mindestens zwölf Menschen in Kiew und der umliegenden Region getötet worden. "Hier in der Ukraine sind leider Millionen von Kindern gezwungen, in Schutzräume zu gehen und dort zu lernen, bis die russischen Angriffe aufhören", sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft zu den Angriffen am Beginn des neuen Schuljahres.
Die Ukraine sei jedoch bereit, ihre Attacken auszusetzen und ihre Drohnen auf Wunsch ihrer Verbündeten aus dem russischen Luftraum zurückziehen, sagte er. Dies erfolge "im Interesse der Diplomatie, im Interesse der Verhandlungen".
Russlands Präsident Putin brandmarkte Selenskyjs Äußerungen indes als "Staatsterrorismus". "Wenn dies laut ausgesprochen wurde, dann ist das schlichtweg eine Erklärung des Staatsterrorismus", sagte Putin am Dienstag in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz im kirgisischen Bischkek. "Sollten sich solche Tragödien ereignen, werden wir wissen, wie wir darauf reagieren müssen."
Weiter sagte der Kreml-Chef: "Sie fordern uns auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Aber mit Terroristen verhandelt man nicht."
Die von den USA vermittelten Gespräche zur Beendigung der Kämpfe treten seit Monaten auf der Stelle. Moskau beharrt unter anderem auf seiner Maximalforderung, dass die Ukraine den gesamten Osten des Landes abtreten soll - was Kiew strikt ablehnt.
O.Gutierrez--AT