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Pkw-Neuzulassungen im August wieder leicht angestiegen
Nach teils starken Rückgängen in den Vormonaten ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im August wieder gestiegen. Mit knapp 200.000 neu zugelassenen Fahrzeugen betrug der Zuwachs rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Montag mitteilte. Über die ersten acht Monate des Jahres gesehen blieb die Entwicklung negativ: Es wurden 9,8 Prozent weniger Neuwagen zugelassen als im Vorjahreszeitraum.
Besonders stark stiegen die Neuzulassungszahlen reiner Elektrofahrzeuge, sie legten um 10,9 Prozent zu. Ihr Anteil betrug damit 16,1 Prozent, gemeinsam mit Plug-in Hybriden waren es 28,5 Prozent.
Lieferengpässe hatten die Autoindustrie in eine Produktionskrise gestürzt. Eine "Trendwende" sei noch nicht absehbar, erklärte die Beratungsfirma EY. Denn der nun vermeldete Anstieg ergebe sich aus dem sehr niedrigen Vorjahresniveau: "Im Spätsommer 2021 hatte der Chipmangel den deutschen Neuwagen mit voller Wucht erfasst und für deutliche Absatzrückgänge gesorgt." So liege die Zahl der Neuzulassungen weiterhin erheblich unter dem Vorkrisenniveau von 2019.
Peter Fuß, Experte bei EY, erwartet in den kommenden Monaten ein weiteres leichtes Wachstum und eine Verbesserung bei der Verfügbarkeit von Halbleitern. "Wenn sich die Lage auf der Angebotsseite langsam entspannt, wird sich zeigen, wie hoch die Nachfrage noch ist", erklärte Fuß. "Denn die Inflation, die drohende Rezession und die ungewisse Entwicklung auf dem Energiemarkt werden die Kaufbereitschaft voraussichtlich spürbar dämpfen."
Die Nachfrage sei derzeit noch hoch. Auch wegen der hohen Material- und Energiekosten dürften die Preise für Neuwagen "vorerst sehr hoch bleiben", erklärte Fuß.
Mit 162.300 exportieren Neufahrzeugen lag der Export im Monat August dem Verband der Automobilindustrie zufolge 58 Prozent oberhalb des Vorjahresniveaus. Im laufenden Jahr wurden demnach 1,6 Millionen neue Pkw exportiert, etwa so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
A.Clark--AT