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Bonner Autobahnbrücke: Lageeinschätzung binnen der kommenden 14 Tage
Nach der Vollsperrung der maroden Bonner Autobahnbrücke ist unklar, ob die Brücke noch "ertüchtigt" werden kann - oder ob sie "dauerhaft gesperrt bleiben muss". Um mehr dazu sagen zu können, brauche es "jetzt mindestens 14 Tage", sagte der Technische Geschäftsführer der Autobahn GmbH des Bundes, Dirk Brandenburger, am Freitag bei einem Ortstermin. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sicherte schnellstmögliche Abhilfe zu: Anspruch sei, "hier eine Befahrbarkeit so schnell als möglich sicherzustellen".
Die Autobahn GmbH hatte die Friedrich-Ebert-Brücke am Mittwochnachmittag kurzfristig und bis auf Weiteres voll gesperrt. Grund sind strukturelle Schäden am Tragwerk der Vorlandbrücke am linken Rheinufer, die laut Autobahn GmbH eine "unverzügliche Sicherung" erforderlich machten. Die 1967 errichtete Brücke ist Teil der Autobahn 565 und für den Autoverkehr die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region Bonn/Rhein-Sieg.
Brandenburger sagte, es sei schon längere Zeit bekannt, dass die Brücke "statische Defizite" aufweise. Im Februar sei die Brücke bereits für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt worden - dennoch hätten die Schäden an der Brücke zugenommen. Nicht alle Schäden seien dabei von außen zu sehen. Brandenburger sprach von "Rissbildungen", die sich verstärkt und geweitet hätten. Es gebe Korrosionsschäden am Betonstahl und an Spanngliedern sowie Risse "in einem kritischen Bereich des Bauwerkes, wo die Spannglieder zusammengekoppelt sind".
"Zusammenfassend muss man sagen, das Bauwerk ist ermüdet", sagte Brandenburger. "Jetzt sind wir an den Punkt gekommen, wo wir keine andere Wahl mehr hatten, aus Verkehrssicherheitsgründen das Bauwerk vom Verkehr komplett zu entlasten." Nun müssten weitere Berechnungen und Untersuchungen vorgenommen werden, um abzusehen, ob "das Bauwerk noch in irgendeiner Art und Weise mit technischen Möglichkeiten nochmal ertüchtigt werden" könne oder "dauerhaft gesperrt bleiben" müsse.
Schnieder versicherte, der Bund werde "mit aller Kraft dafür eintreten, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und so schnell wie möglich Abhilfe hier zu schaffen". Genutzt würden "alle Beschleunigungsmaßnahmen, die wir nutzen können". Dieses Projekt habe Priorität, über die Finanzierung müsse sich niemand Sorgen machen.
H.Gonzales--AT