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Deutsche Exporte vor Iran-Krieg gestiegen - DIHK sieht "nur kurzes Aufatmen"
Deutschlands Exporte sind vor dem Beginn des Iran-Kriegs deutlich angestiegen. Die Ausfuhren kletterten im Februar im Vergleich zum Vormonat um 3,6 Prozent auf einen Wert von 135,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Februar 2025 war das ein Anstieg um 2,9 Prozent. Das sei jedoch "nur ein kurzes Aufatmen" gewesen, warnt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK).
Vor allem die Ausfuhren in die EU-Staaten legten den Angaben nach im Februar zu. Sie stiegen im Vormonatsvergleich um 5,8 Prozent auf einen Wert von 75,9 Milliarden Euro. In Drittstaaten dagegen exportierten deutsche Unternehmen nur 0,8 Prozent mehr. Die Exporte in die USA gingen zurück.
Die Zahlen stünden "unter dem Vorbehalt, dass sie die 'Vorkriegs'-Lage" reflektieren", erklärte Dirk Schumacher, Chefvolkswirten der KfW. "Der Krieg im Nahen Osten, der damit verbundene Energiepreisschock und die Störungen der Lieferketten werfen ihre Schatten voraus", erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. "Auch wenn die Hoffnung auf den Bestand der Waffenruhe vorerst für Beruhigung sorgt, werden gestörte Transportwege und Schäden an der Energieinfrastruktur noch länger nachwirken."
Der wichtigste Abnehmer deutscher Waren waren erneut die USA. Dorthin gingen Produkte im Wert von 12,2 Milliarden Euro. Das war im Vergleich zum Januar aber ein Rückgang um 7,5 Prozent. Im Januar waren die Exporte in die USA allerdings auch stark gestiegen.
Die Ausfuhren von Deutschland nach China gingen im Februar um 2,5 Prozent zurück, der Wert erreichte 6,1 Milliarden Euro. Die Importe aus China dagegen nahmen um 6,5 Prozent zu - deutsche Unternehmen führten Waren im Wert von 15 Milliarden Euro aus der Volksrepublik ein. Damit kamen erneut die meisten Importe aus China.
Auch die Importe aus den USA stiegen an, und zwar um 9,8 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Die Einfuhren aus Großbritannien kletterten um 6,0 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.
Insgesamt legten die Importe um 4,7 Prozent im Vormonatsvergleich zu, auf eine Summe von 115,4 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz lag dem Statistikamt zufolge mit 19,8 Milliarden Euro im Plus.
E.Hall--AT