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USA fordern von Iran sofortige Öffnung der Straße von Hormus
Die USA haben den Iran zur sofortigen Öffnung der Straße von Hormus gedrängt. Präsident Donald Trump erwarte, dass die Meerenge "unverzüglich, schnell und sicher wieder geöffnet" werde, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch in Washington. Jede Schließung sei "völlig inakzeptabel".
Der Iran hatte die Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung mit den USA zugesagt. Seit Verkündung der Feuerpause in der Nacht zu Mittwoch durchquerten nach Angaben des Meeres-Beobachungsdienstes MarineTraffic aber nicht einmal eine Handvoll Schiffe die Meerenge.
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars war die Durchfahrt von Öltankern zuletzt wieder "vollständig unterbrochen". Als Grund nannte die Agentur den erneuten israelischen Angriff auf den Libanon. Dieser sei "ein Verstoß gegen die Waffenruhe".
Der Iran hatte die Meerenge im Persischen Golf seit Ende Februar weitgehend blockiert. Normalerweise verläuft durch die Straße von Hormus rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte.
Trump will nach Leavitts Worten mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu über die Lage im Libanon reden. Die Frage werde mit Netanjahu und allen beteiligten Seiten weiter diskutiert, sagte sie.
Trump hatte zuvor israelische Angaben bestätigt, wonach die Waffenruhe im Iran-Krieg nicht für den Libanon gilt. Grund sei die pro-iranische Hisbollah-Miliz, gegen die Israel seit Wochen in aller Härte vorgeht, sagte Trump dem Sender PBS. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, am Mittwoch habe es einen neuen Angriff auf hunderte Hisbollah-Mitglieder gegeben.
Die USA und Israel widersprachen damit Angaben des Vermittlers Pakistan zu der Waffenruhe. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif hatte gesagt, die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten, einschließlich des Libanons.
Ab Freitag sind erstmals seit Februar wieder direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad geplant. Leavitt kündigte an, Trump entsende dazu Vizepräsident JD Vance, seinen Sonderbeauftragten Steve Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner nach Islamabad.
G.P.Martin--AT