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Konjunkturerwartungen von Finanzexperten machen im Januar Sprung nach oben
Die Konjunkturerwartungen von Finanzmarktexpertinnen und -experten haben im Januar einen Sprung nach oben gemacht. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim stieg um 21,8 Punkte auf 51,7 Punkte, wie das ZEW am Dienstag mitteilte. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechterte sich allerdings; hier sank der entsprechende Indikator um 2,8 Punkte auf minus 10,2 Zähler.
"Der Konjunkturausblick verbessert sich mit Beginn des neuen Jahres ganz erheblich. Die Finanzmarktexpertinnen und -experten gehen mehrheitlich davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im kommenden halben Jahr verbessern wird", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.
Die konjunkturelle Schwächephase vom vierten Quartal 2021 dürfte nach dieser Einschätzung bald überwunden sein. "Der wesentliche Grund dafür ist die Vermutung, dass sich die Corona-Inzidenzen bis Frühsommer deutlich abschwächen werden", erläuterte Wambach. Die positiveren Konjunkturerwartungen beträfen mit den konsumnahen und den exportorientierten Sektoren einen großen Teil der deutschen Wirtschaft.
Das ZEW fragt monatlich rund 200 Expertinnen und Experten aus Banken, Versicherungen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten wie Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkursen und dem Ölpreis. Für die Januar-Daten wurden 178 Analysten und institutionelle Anleger befragt.
A.Clark--AT