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Elektroindustrie erreicht 2025 Exportrekord - deutlicher Anstieg zum Jahresende
Die Unternehmen der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben im vergangenen Jahr so viel exportiert wie noch nie. Die Auslandslieferungen legten 2025 um 5,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 257,5 Milliarden Euro zu, wie der Branchenverband ZVEI am Montag mitteilte. Demnach hatte es im Dezember einen starken Anstieg um 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahrsmonat gegeben.
"Ein hoher Zuwachs zum Jahresende", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. "Damit haben die wertmäßigen Branchenausfuhren 2025 insgesamt trotz eines wahrlich nicht leichten Jahres schlussendlich noch einen neuen Rekordwert erreicht."
Die Lieferungen in die USA gingen den Angaben nach "zoll- und wechselkursbedingt" um 3,0 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro zurück. Die Einfuhrzölle von US-Präsident Donald Trump sowie der schwache US-Dollar verteuern deutsche Produkte in den USA. Die Lieferungen nach China gingen noch stärker zurück - um 6,2 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro. Damit überholten die USA China als größten Exportabnehmer.
Die ausgebliebenen Lieferungen in die USA und nach China wurden laut ZVEI vor allem von anderen europäischen Ländern kompensiert: "So legten die Branchenexporte in die Niederlande 2025 um 7,3 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro zu und jene nach Frankreich um 4,8 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro." Bei den Lieferungen nach Polen "gab es einen zweistelligen Zuwachs um 17,7 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro".
Auch die Exporte in weitere europäische Länder stiegen teils deutlich, ebenso die Lieferungen nach Mexiko und Indien. "Bemerkenswert ist, dass die Elektroexporte im vergangenen Jahr in nahezu alle Top-20-Abnehmerländer zulegen konnten", erklärte Gontermann. "Die einzigen Ausnahmen bilden hier ausgerechnet die beiden größten Abnehmerländer: die USA und China."
Anfang Februar hatte der ZVEI bereits ein zum Jahresende deutlich gestiegenes Auftragsvolumen für seine Mitgliedsunternehmen und ein verbessertes Geschäftsklima zum Jahresbeginn gemeldet. "Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen im Januar 2026 wesentlich besser aus als noch im Dezember", erklärte Gontermann.
P.Hernandez--AT