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Gewinn deutscher Top-Unternehmen 2025 deutlich gesunken - Tausende Jobs gestrichen
Der Gewinn großer deutscher Unternehmen ist in diesem Jahr deutlich gesunken. Die 100 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen verzeichneten in den ersten neun Monaten des Jahres ein Plus von 102 Milliarden Euro - 15 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Beratungsfirma EY am Montag mitteilte. Zugleich gingen in den Konzernen 17.500 Arbeitsplätze verloren. Besonders steil bergab ging es in der Auto- und Chemieindustrie.
Bei den gewinnstärksten Unternehmen führte die Deutsche Telekom mit einem operativen Gewinn von 19,4 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten des Jahres - neun Prozent mehr als im Vorjahr. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen Siemens, BMW und SAP. In der Autobranche brach der Gewinn laut EY im Schnitt um 46 Prozent ein. Noch härter traf es die Chemieindustrie, die 71 Prozent weniger erwirtschaftete.
Auf der anderen Seite konnten IT-Unternehmen im Ranking ihre durchschnittlichen Gewinne fast verdoppeln. Auch im Gesundheitssektor lief es mit Gewinnsteigerungen um 40 Prozent gut.
"2025 war ein weiteres Krisenjahr für die deutsche Wirtschaft", erklärte Jan Brorhilker von EY. "Die Konjunktur schwächelt, geopolitische Konflikte und die US-Handelspolitik sorgen für Investitionszurückhaltung und Verunsicherung sowohl bei Unternehmen wie auch bei Privatleuten. Zudem drängen vor allem chinesische Unternehmen zunehmend auf den Weltmarkt und sorgen für zusätzlichen Wettbewerbs- und Kostendruck."
Beim Umsatz gab es insgesamt eine leichte Zunahme: Die 100 untersuchten Unternehmen nahmen insgesamt 1,55 Billionen Euro ein - 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegt das Umsatzwachstum allerdings unterhalb der Inflationsrate.
Mit Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW lagen weiterhin drei Autokonzerne auf den ersten drei Plätzen im Umsatzranking. Allerdings schrumpfte der Umsatz aller Autounternehmen um zwei Prozent.
Die Zahl der Beschäftigten bei den untersuchten Unternehmen sank im Jahresverlauf leicht um 0,4 Prozent. "Viele deutsche Top-Konzerne stehen bei Neueinstellungen auf der Bremse und bauen vor allem in der Verwaltung Stellen ab - insbesondere im Inland", erklärte Brorhilker. "Dabei sehen wir auch Auswirkungen der zunehmenden Implementierung von KI-Technologien. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt dürfte angespannt bleiben, gerade für Berufseinsteiger."
A.Ruiz--AT