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Blitztor Saibari, Buhmann Hakimi: Marokko crasht Schotten-Party
Angeführt von Bayern-Wunschspieler Ismael Saibari hat Marokko die große Schottland-Party gecrasht und das Weiterkommen bei der WM fast sicher. Nach einem Blitztor des PSV-Offensivmanns bezwang der Geheimfavorit die von der Tartan Army angetriebenen Schotten 1:0 (1:0) und liegt mit vier Punkten auf Kurs Sechzehntelfinale. Die Bravehearts (3) dürfen trotz des Dämpfers weiter hoffen, erstmals die Gruppenphase zu überstehen.
Nach nur 70 Sekunden ließ Saibari den WM-Vierten von 2022 jubeln, bereits beim 1:1 zum Auftakt gegen Brasilien hatte der 25-Jährige für die Löwen vom Atlas getroffen. Marokko spielt zum Abschluss in Gruppe C gegen Außenseiter Haiti, Schottland muss gegen Brasilien bestehen (beide Donnerstag, 0.00 Uhr MESZ).
Buhrufe hagelte es vor 64.146 Fans in Foxborough für Marokkos Kapitän Achraf Hakimi, der in den Stunden vor der Partie die Schlagzeilen bestimmt hatte. Denn wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung muss sich der PSG-Verteidiger in Frankreich vor Gericht verantworten, wie das Berufungsgericht Versailles am Freitag mitgeteilt hatte. Es geht um Vorwürfe aus dem Jahr 2023, die der frühere Dortmunder stets bestritten hat.
Bei der Hymne hatten vor allem die schottischen Fans das Stadion vibrieren lassen. Doch es folgte der frühe Schock für sie und das Team von Nationaltrainer Steve Clarke: Real-Profi Brahim Diaz, schon gegen Brasilien der Vorbereiter, schickte Saibari, der unbedrängt aus halbrechter Position mit einem wuchtigen Rechtsschuss zur Führung abzog.
Der flexible Offensivspieler soll die Bayern knapp 55 Millionen Euro kosten. Bereits am Dienstag hat der Spieler des Jahres in der Eredivisie dem Vernehmen nach den Medizincheck in den USA absolviert. Bilal El Khannouss vom VfB Stuttgart (36./52.), Neil El Aynaoui (30.) und wiederum Saibari (50.) vergaben weiter gute Möglichkeiten.
Und bei den Schotten? Lief offensiv lange ganz wenig zusammen. Die Abwehr um Kapitän Andy Robertson hatte zudem häufig Probleme, erst nach der Pause wurden sie etwas mutiger. Einen Elfmeter forderten sie erfolglos, nachdem John McGinn (49.) von Neil El Aynaoui im Strafraum zu Fall gebracht worden war - den Ball traf der Mann von der AS Rom in der Szene nicht.
Nach 76 Minuten sorgten die schottischen Fans, die Boston seit letzter Woche in eine große Partyzone verwandelt haben, für einen traurig-emotionalen Moment: Mit lautem Applaus gedachten sie eines Anhängers, der bei seiner WM-Reise am Sonntag im Alter von 76 Jahren in Boston verstorben war.
Danach versuchte Schottland noch einmal alles, Scott McTominay traf sogar das Außennetz (85.) - doch Marokko hielt am Ende dem Druck stand.
F.Ramirez--AT