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Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"
Gasspeicher nur zu drei Vierteln voll - Netzagentur-Chef nicht beunruhigt
Die Gasspeicher in Deutschland sind anders als in den Vorjahren derzeit nur zu drei Vierteln gefüllt und der Verbrauch hierzulande ist gestiegen - für den Chef der Bundesnetzagentur ist das aber kein Grund zur Beunruhigung. "Wir haben funktionierende Flüssiggas-Terminals", sagte Klaus Müller den Funke-Zeitungen vom Wochenende. "Deswegen können wir entspannter auf einen Füllstand von 75 Prozent im November blicken als in den Jahren davor."
Haushalte und Industrie nutzten in diesem Jahr bereits mehr Gas als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben der Bundesnetzagentur lag der Gasverbrauch von Januar bis Oktober bei etwa 666 Terawattstunden, vor einem Jahr waren es 634 Terawattstunden, also rund fünf Prozent weniger. Auf Haushalts- und Gewerbekunden entfallen aktuell rund 37 Prozent des Gasverbrauchs, auf die Industrie 63 Prozent.
Der gestiegene Verbrauch sei "nachvollziehbar, haben wir doch auf die unschönen Appelle zum Gassparen verzichtet", sagte Müller den Zeitungen. "Wir wollen an diesen Weihnachten keine Debatten führen, ob man im Wohnzimmer ein Grad mehr heizt." Die Versorgungssicherheit mindere das nicht.
Solange nicht "mehrere Faktoren ineinandergreifen", werde es hier "keine schlechten Nachrichten geben", versicherte der Behördenchef. Solche Faktoren seien etwa "unerwartete kriegerische Entwicklungen, massive Störungen in der Infrastruktur und ein sehr kalter Winter". Stand heute sei so eine Entwicklung nicht zu erwarten.
K.Hill--AT